Ortsverbindungsstrasse Stumpfenbach-Deutenhofen

Für Schwerlastverkehr ungeeignet

Die Straße zwischen Stumpfenbach und Kleinberghofen ist schmal und kurvig. Für Laster ungeeignet. Das findet zumindest eine Mehrheit im Altomünsterer Gemeinderat.

Von Sabine Schäfer

Altomünster – Fast exakt vor einem Jahr hatte der Marktgemeinderat das Thema schon einmal auf dem Tisch. Und damals hatte sich das Gremium mit 11 zu 9 Stimmen für eine Tonnagenbegrenzung auf 7,5 Tonnen mit Zusatzbeschilderung „Anlieger frei“ entschieden. Wenig später und nach einer Ortsbesichtigung mit Bürgern aus Deutenhofen sowie Vertretern des Gemeinderats teilte die Polizei Dachau der Gemeindeverwaltung mit, dass diese Tonnagenbegrenzung nicht rechtmäßig ist.

Am Dienstagabend war das Thema daher noch einmal auf der Tagesordnung des Marktgemeinderats mit dem Beschlussvorschlag der Verwaltung, den Beschluss ersatzlos aufzuheben.

Doch erneut meldeten die meisten Gemeinderäte extreme Bedenken an. Manfred Keller (Freie Wähler) wegen der Brücke an der St.-Ulrich-Straße, Michael Reiter (Freie Wähler) wegen allgemeiner Sicherheitsbedenken. „Ich fahre die Straße selber oft. Sie ist sehr schmal. Zwei Fahrzeuge können hier nicht gefahrlos aneinander vorbeikommen. Und es ist auch nicht richtig, dass hier 38-Tonner im Begegnungsverkehr unterwegs sind“, meinte Reiter.

Hubert Güntner (Freie Wähler) hegte nach einem Telefonat mit dem Landratsamt große Zweifel, ob die Polizei einem Gemeinderat solche Vorgaben machen könne. „Wir haben sehr wohl das Recht, Beschilderungen aufzustellen“, betonte er.

Bürgermeister Anton Kerle wiederum sprach von einer Einzelfallprüfung der Polizei und machte ebenso wie Geschäftsleiter Christian Richter deutlich, dass dann womöglich so einige Altfälle auf den Tisch kommen könnten.

Johannes Öttl (Freie Wähler) machte auf seine Verantwortung als Gemeinderat aufmerksam. „Wir sitzen hier im Interesse der Allgemeinheit. Und diese Straße ist vom Querschnitt her ein Problem. Außerdem würden dann wohl alle dadurch entstehenden Schäden an der Ortsverbindungsstraße zu Lasten der Gemeinde fallen. „Fünf Minuten längere Fahrzeit kann wohl jeder LKW-Fahrer verkraften“, so Öttl. Hubert Güntner meinte, die Gemeinde solle es auf eine Prüfung des Sachverhalts ankommen lassen.

Am Ende stimmte der Marktgemeinderat mit 14 zu 7 Stimmen gegen die Aufhebung des damaligen Beschlusses. „Wohl wissend, dass dieser Beschluss keinen Bestand haben wird“, betonte der Altomünsterer Gemeindechef, der auf einen anderen Ausgang der Diskussion gehofft hatte.

„Gut, dann stellen wir halt jetzt Schilder auf“, fasste Christian Richter als Konsequenz zusammen.

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