1. Startseite
  2. Lokales
  3. Dachau

Parkplatz bleibt Parkplatz

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Dachau - Wiesböck-Grundstück: Stadträte lehnten zwar Selbstverpflichtung ab, versichern aber, es gebe keine anderen Pläne.

Die Stadträte im Bauausschuss haben eine Verpflichtung abgelehnt, das Wiesböck-Grundstück in dieser Wahlperiode nicht zu bebauen. Damit ist ein Antrag der fraktionslosen Stadträtin Elisabeth Schilhabel einstimmig durchgefallen. Rein rechtlich hätte eine solche Selbstverpflichtung ohnehin keinerlei Auswirkung gehabt.

Vor einigen Monaten begann Elisabeth Schilhabel Gefahr zu wittern. Sie befürchtet, dass der Stadtrat eine Bebauung des Wiesböck-Grundstücks gegenüber des Gasthauses Drei Rosen beschließen könnte. Schilhabel sprach von „Geheimplänen“, die eine drei- bis viergeschossige Wohnbebauung vorsehen. Im November stellte OB Bürgel (CSU) dann klar: „Eine Bebauung des Grundstücks ist nicht vorgesehen.“

Diese Aussage war Schilhabel aber nicht genug. Deshalb beantragte die bei ihren Stadtratskollegen äußerst umstrittene Politikerin, „dass der Stadtrat eine verpflichtende Erklärung abgibt, das Wiesböck-Grundstück in dieser Legislaturperiode nicht zu bebauen“.

Das jedoch lehnten alle Fraktionen in der jüngsten Bauausschusssitzung ab. Gertrud Schmidt-Podolsky (CSU) verurteilte Schilhabels Vorhaben als „reinen Schaufensterantrag“, schließlich gebe es keinen Handlungsbedarf. Ihr Kollege Günther Heinritz (SPD) sieht das ähnlich. Denn der Stadtrat wäre „jederzeit in der Lage, etwas anderes zu beschließen“. Soll heißen: Auch wenn die Stadträte sich verpflichteten, das Wiesböck-Grundstück nicht zu bebauen, könnten sie diesen Beschluss jederzeit wieder kippen.

Elisabeth Schilhabel scheint ihr Wissen über eventuelle Geheimpläne zur Bebauung des Grundstücks übrigens exklusiv zu haben. Die Stadtverwaltung und die Stadtratsfraktionen beteuern, dass es keinerlei Pläne gibt. Momentan steht das Grundstück den Dachauern als kostenloser Parkplatz zur Verfügung. (flg)

Auch interessant

Kommentare