Partnerschaft dank Partnerstadt: Wie Andreas aus Dachau seine Liebe fand

Dachau - Gottseidank hat Dachau Klagenfurt zur Partnerstadt. Denn ohne sie wäre Andreas Hauf Leben nicht so bunt. Ein Besuch in Klagenfurt veränderte alles. Der Grund dafür hat blonde Haare und heißt Sonja.

Wäre Klagenfurt nicht eine der Partnerstädte von Dachau, wäre Andreas Hauf aus Dachau jetzt möglicherweise noch Single. Und auch kein dreifacher Familienvater. Denn der 47-Jährige hat seine Lebensgefährtin bei einem Besuch in der österreichischen Stadt kennengelernt. Mittlerweile ist sie die Frau an seiner Seite und inzwischen auch Mutter seines kleinen Sohnes Lenny.

Andreas Hauf, der schon zwei Kinder aus einer früheren Beziehung hat, war 2012 Fußballjugendtrainer beim TSV Dachau 1865. Mit seiner Mannschaft, der U 13, nahm er an einem Turnier in der Partnerstadt Klagenfurt teil. Vier Tage lang blieben die Sportler in Österreich.

Untergebracht waren die Dachauer vor Ort in einem Jugendgästehaus - zum Glück. Denn dort arbeitete Sonja Lampitsch als Hausleiterin. Schon beim Einchecken kam sie mit Andreas Hauf in Kontakt. „Es hat gleich gefunkt“, erzählt er. Also unternahmen die beiden etwas zusammen, trafen sich abends zum Weggehen. Bei der Abreise war beiden klar: „Wir bleiben in Verbindung.“

Die Sehnsucht war groß, gleich ein paar Wochen später fuhr der Dachauer wieder nach Klagenfurt, um seine Sonja zu besuchen. „Unsere Beziehung ist schnell immer enger und fester geworden.“

Schließlich stand fest, dass die beiden zusammenleben möchten. Da der Arbeitsvertrag von Sonja Lampitsch (38) auslief und sie eine neue Herausforderung suchte, beschloss das Paar, in Dachau zu leben. Zudem wohnen Haufs große Kinder Jenny und Michi (17, 15) im Landkreis. Also zog die Österreicherin 2014 nach Bayern.

Der Nachwuchs, war nicht unbedingt geplant. „Aber wir haben uns riesig gefreut“, sagt Andreas Hauf. „Man kann jetzt sagen, die Städtepartnerschaft hat Früchte getragen“, lacht er. Auch seine älteren Kinder freuten sich irrsinnig auf ihr Brüderchen. Sie waren die ersten Besucher, die Lenny im Krankenhaus hatte. Und sie werden sicher auch die ersten Babysitter sein, die auf den kleinen Mann aufpassen werden. (sue)

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