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Ein Preis für die Familienfreundlichkeit: Ilse Aigner (M.) übergibt Alexander Wiegand (l.) den Partnerstein.

Partnerstein der Frauenunion an Firma GEV aus Bergkirchen vergeben

Hier können Eltern einfach arbeiten

Sie hat einen hohen Frauenanteil bei den Mitarbeitern, hilft Angestellten mit der Elternzeit und bietet auch Homeoffice an: Der GEV Großküchen-Ersatzteil-Vertrieb in Bergkirchen wurde nun mit dem Partnerstein der Frauenunion für seine Familienfreundlichkeit ausgezeichnet.

LandkreisHunderte blaue und orangene Kisten, die sich in meterhohen Metall-Regalen bis an die Decke stapeln, erstaunten die rund 60 Gäste, die ähnlich wie bei einer Stadtführung durch die Gassen geführt wurden. Allen voran ging Alexander Wiegand, der erklärte, dass hier über 700 000 verschiedene Ersatzteile für Großküchen gelagert werden. Doch nicht wegen seiner Fülle an Schrauben, Fritteusen-Körben oder Schläuchen wurde das Unternehmen GEV mit Sitz im Bergkirchner Gada-Gebiet nun ausgezeichnet. Sondern: Weil es dafür sorgt, dass die Angestellten Familie und Arbeit unter einen Hut bekommen. Damit konnten die Geschäftsführer Wiegand und Juan Cortes den Partnerstein entgegen nehmen.

Zum 14. Mal verlieh der Frauenunion Kreisverband Dachau zusammen mit der Mittelstandsunion (MU) und der Christlich-Sozialen Arbeitnehmerunion (CSA) diesen Preis. Die Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, Ilse Aigner, welche die Festrede hielt, lobte die Firma besonders dafür, dass sie einen Frauenanteil von 37 Prozent hat und auch Frauen Abteilungsleiter-Posten ausfüllen.

Insgesamt arbeiten bei der GEV, die seit vier Jahren in Bergkirchen ansässig ist, 190 Menschen. 22 Frauen arbeiten in einem Teilzeitmodell. „Wir bieten viele verschiedene Arbeitszeitmodelle an, um den Wiedereinstieg nach der Elternzeit so leicht wie möglich zu gestalten“, sagte Wiegand. Dass auch immer mehr Väter diese beanspruchen, weiß Aigner aus eigener Erfahrung in ihrem Büro. Zudem können Eltern bei der GEV im Homeoffice arbeiten oder das Kind mit ins Büro nehmen, falls die Kinderbetreuung einmal spontan ausfällt.

Wiegand betonte, er sei von der Auszeichnung sehr gerührt und halte den Preis für eine „schöne Idee“. Er erklärte: „Wir stellen uns die Frage nach der Frauenquote nicht, wir haben die 37 Prozent nicht bewusst herbeigeführt.“ Juan Cortes gründete die Firma vor 25 Jahren als Familienbetrieb und „er baute sie so auf, wie er selber ist“, sagte Wiegand. Er betonte, dass menschliche Belange in der Firma sehr wohl zählen müssen und diese entscheidend für die Stimmung und den Erfolg eines Unternehmens seien.

Das sieht auch Ilse Aigner so: „Die vielen Einzelteile fehlerfrei zu verpacken und zu verschicken, das funktioniert trotz Maschinen nur mit den Mitarbeitern.“ Die GEV habe neben vielen Frauen auch viele Ausländer beschäftigt. „Es sind 32 Nationalitäten vertreten und es werden 15 verschiedene Sprachen gesprochen“, erzählte der Geschäftsführer.

(mik)

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