Besucher des Vortrags vor einer Übersicht der Autoren, die über Pater Roth geschrieben haben. Foto: mhz

Pater Leonhard Roth in der Literatur

Dachau - Professor Wolfgang Beutin von der Universität Bremen hat sich als erster Wissenschaftler damit auseinandergesetzt, welche Spuren Pater Leonhard Roth in der Publizistik hinterlassen hat und referierte darüber im Dachauer Thomahaus.

In seinem Vortrag referierte Professor Wolfgang Beutin über die bisher erschienenen Bücher und Filme zum Thema „Pater Leonhard Roth“. Die Veranstaltung fand anlässlich des 50. Todestags Roths statt und wurde von Kreisheimatpflerger Dr. Norbert Göttler moderiert.

Göttler hat in der Vergangenheit einen wichtigen Teil zur Erforschung von Roths Leben beigetragen - auch wenn die katholische Kirche seinen Nachforschungen in den 80er Jahren ablehnend gegenüberstand. Sie wollte das Andenken an Weihbischof Johannes Neuhäusler schützen. Neuhäusler hatte Roth 1960 zu Unrecht diffamiert und dessen Homosexualität preisgegeben.

Im Lauf der Jahre erhielt Göttler dennoch Zugang zum Archiv der Diözese München und führte zahlreiche Interviews mit der Familie und den Weggefährten Pater Roths. Daraus entstanden unter anderem der Dokumentarfilm „Der Fall Roth. Das rätselhafte Leben und Sterben des Dachauer KZ-Paters Leonhard Roth“, das Sachbuch „Die Akte Pater Roth“ und das gleichnamige Hörspiel.

Albert Hartl auf. Der Autor war mit Josef Roth eng befreundet und ebenfalls dem NS-Regime verbunden gewesen. In seinem unwissenschaftlichen Werk „Kosmas und Damian“ verteidigte er deshalb Josef Roth gegen den Vorwurf, ein abtrünniger Priester gewesen zu sein.

Der Referent Wolfgang Beutin hat von Leonhard Roths Schicksal aus dem Weser-Kurier erfahren. Inspiriert von der tragischen Geschichte des Paters veröffentlichte er schon 1964 das Hörspiel „Ein guter Engel wird abgesägt“ und 1978 sein Werk „Unwahns Papiere“. (mm)

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