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Pfarrerin Katharina Heunemann und Diakon Philip Höhn verlassen Kirchengemeinde Kemmoden-Petershausen.

Pfarrerin Katharina Heunemann und Diakon Philip Höhn verlassen Kirchengemeinde Kemmoden-Petershausen

Abschied von Pfarrerin und Diakon mit „Flaschenpostgottesdienst“

Pfarrerin Katharina Heunemann und Diakon Philip Höhn weden am Sonntag, 5. Juli, in ihrer Kirchengemeinde Kemmoden-Petershausen verabschiedet.

Petershausen – Als Katharina Heunemann 2014 als neue Pfarrerin in die evangelische Kirchengemeinde Kemmoden-Petershausen kam, stand anstelle der heutigen Segenskirche eine symbolische Platzhaltermauer, eine „Kirche unter freiem Himmel“. Im dann 2016 eingeweihten Neubau wurde diese Besonderheit der Baugeschichte aufgegriffen, ein großes Himmelsfenster erhellt den Kirchenraum. Und genau so ein „Fenster in den Himmel“ wird Heunemann nun auch in der Kreuz-Christi-Kirche in Höhenkirchen vorfinden, wo sie am 1. September ihre neue Stelle antritt.

„Ein charmantes Zusammentreffen“, sagt die scheidende Pfarrerin, die am kommenden Sonntag, 5. Juli, von ihrer Gemeinde verabschiedet wird. Es ist für evangelische Pfarrer ganz üblich, nach einigen Jahren ihren Einsatzort zu wechseln. Katharina Heunemann verabschiedet sich deshalb jetzt von Petershausen, den Zeitpunkt hat sie gewählt, weil er mit Schuleintritt und -wechsel ihrer Söhne gut in die familiäre Situation passt.

In den sechs Jahren als Pfarrerin in Kemmoden-Petershausen lagen ihr verschiedene Bereiche der seelsorgerischen Arbeit besonders am Herzen, wie sie erzählt. Etwa Konfirmanden-Kurse oder die Taizé-Fahrt mit einigen Jugendlichen im vorigen Sommer. „Dafür schlägt schon mein Herz.“ Als zunächst neues Arbeitsfeld habe sie die Gottesdienste in den vier Seniorenheimen der Pfarrgemeinde dann besonders schätzen gelernt. Die Besucher erlebten diese Gottesdienste „als sehr gemeinschaftsstiftend, als etwas Vertrautes, sind von Herzen dabei.“

Aber auch die Begleitung der Gemeindemitglieder an markanten Lebensstationen und Übergängen wie etwa Taufen, Trauungen oder Beerdigungen seien ihr „wirklich wichtig“, betont sie. So könne eine einfühlsam gestaltete, gute Beerdigung, die dem Verstorbenen gerecht werde, Hinterbliebene in ihrer Trauer stützen. Hier hätten Angehörige die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie als hart erlebt, „wenn sie sich eventuell nicht einmal vom Verstorbenen verabschieden konnten“.

An ihrer neuen Wirkungsstätte im Münchner Süden werden auf Heunemann als Pfarrerin ähnliche Aufgaben zukommen. Neu möchte sie dort ein Angebot schaffen, das Tanz, Bewegung und Theologie verbindet. „Tanzen ist für mich ein Lebenselixier.“ Auch künftig hat Heunemann eine weitläufige Gemeinde zu betreuen. Doch anders als in Kemmoden-Petershausen, wo sich die Pfarrgemeinde über sieben Kommunen von Gerolsbach über Jetzendorf, Hilgertshausen-Tandern, Petershausen, Vierkirchen, Weichs bis nach Markt Indersdorf erstreckt, wo an fünf Orten Gottesdienst gefeiert wird, gestalte sich in Höhenried alles „ein wenig zentraler“.

Wer Pfarrerin Heunemann in Kemmoden-Petershausen nachfolgt, steht noch nicht fest, die Stelle ist ausgeschrieben. Gemeinsam mit der Pfarrerin verlässt auch Diakon Philip Höhn die Gemeinde. Höhn leitete seit 2018 das Kinderhaus Arche Noah und wechselt nun nach Feucht, wo er als Verwaltungsleiter elf Kitas betreuen wird.

Verabschiedet werden beide mit einem Gottesdienst zum Thema „Flaschenpost“ in Petershausen am Sonntag, 5. Juli ab 10.30 Uhr. Die Verabschiedung wurde auf den geplanten Termin des Gemeindefestes gelegt. Doch nun wird die Teilnehmerzahl doch begrenzt sein, eine offizielle Einladung ist gar nicht erfolgt. Noch bleibt die Hoffnung, dass das Wetter mitspielt und der Gottesdienst auf die Wiese des Gemeindehauses verlegt werden kann, wo dann mehr Platz ist und auch mehr Menschen teilnehmen können.

PETRA SCHAFFLIK

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