Gemeindegarten Pfarrerin Elisabeth Schulz , Dekan Felix Reuter (rechts) und Pfarrer Robert Maier
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Mit einem feierlichen Gottesdienst im Gemeindegarten wurde Pfarrerin Elisabeth Schulz verabschiedet von Dekan Felix Reuter (r.) und Pfarrer Robert Maier.

Feierlicher Gottesdienst für scheidende Seelsorgerin

Pfarrgemeinde Kemmoden-Petershausen verabschiedet beliebte Geistliche: Pfarrerin Elisabeth Schulz sagt Servus

  • Petra Schafflik
    vonPetra Schafflik
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„All Morgen ist ganz frisch und neu“ intonierte der Posaunenchor zu Beginn der feierlichen Verabschiedung von Pfarrerin Elisabeth Schulz. Der Gottesdienst, der am Sonntag im Petershausener Gemeindegarten stattfand, war zwar nicht von der Morgenröte, sondern von einer milden Abendsonne beschienen. „Aber das ist mein Konfirmationslied, deshalb höre ich es gerne zu so einem Anlass“, erläuterte die scheidende Pfarrerin.

Petershausen ‒ Schulz wechselt in die evangelische Kirchengemeinde Moosburg, wo sie in Wartenberg die zweite Pfarrstelle bekleiden wird. Die Verabschiedung im Freien, auf der schönen Wiese hinter der Segenskirche, war ganz im Sinn von Elisabeth Schulz, weil so auch mehr Raum blieb für die musikalische Gestaltung. Offiziell entpflichtet wurde Schulz von ihrem Dienst in der Pfarrgemeinde Kemmoden-Petershausen von Dekan Felix Reuter.

Mit ihrem goldfarbenen Flitzer sehe er die Pfarrerin wie einen Lichtstrahl herumfahren im Landkreis Dachau und bis Pfaffenhofen hinein, sagte Reuter. Und dabei sei es nicht nur das schimmernde Fahrzeug gewesen, das leuchtet, „sondern auch die Pfarrerin“. Mit einem freundlichen Lächeln und großer Offenheit sei sie stets den Menschen begegnet. Immer habe Schulz „ein großes Ohr und ein großes Herz“ gehabt für die Sorgen und Nöte der Menschen. Dabei sei die Pfarrerin nicht der Mensch, „der mit wehenden Fahnen voranschreitet, sondern der da ist, zuhört, die Menschen mitnimmt“. Immer sei es ihr am Herzen gelegen, „den Menschen Gott als liebende Kraft bekannt zu machen“.

Dekan Reuter verabschiedete Pfarrerin Schulz nicht nur von Kemmoden-Petershausen, sondern nach insgesamt zwölf Jahren auch aus dem Prodekanat München-Nord. Vor ihrer Tätigkeit in der nördlichsten evangelischen Gemeinde des Landkreises wie auch des Prodekanats war sie ab 2009 Pfarrerin an der Dachauer Gnadenkirche gewesen. Ihre neue Wirkungsstätte in Wartenberg gehört dagegen zum Dekanat Freising. „Egal wo sie ihr Flitzer hinfährt, Gott ist schon da“, sagte Dekan Reuter. Die Anwesenden spendeten dann noch kräftigen Applaus als „Rückenwind“ für den weiteren Weg der Pfarrerin.

Bevor sich Elisabeth Schulz tatsächlich verabschieden konnte, gab es natürlich noch offizielle Dankesworte. „Du hast die Menschen begleitet im Alltag und in ihren Lebenswelten, Seelsorge ist dein Bereich“, sagte stellvertretend für die Gemeindemitglieder Katharina Stingl vom Kirchenvorstand. Grüße vom Pfarrkapitel, zu dem alle vier evangelischen Gemeinden im Landkreis gehören, übermittelte Roman Breitwieser, Pfarrer der Karlsfelder Korneliuskirche. Pfarrer Peter Dietz und Pastoralreferent Johannes Fichtl von der katholischen Pfarrei überbrachten gute Wünsche und „Dank für die selbstverständliche Ökumene.“ Die stellvertretende Landrätin Marianne Klaffki (SPD) dankte „für die Kraft und Energie, die sei eingebracht haben.“

Mit einem musikalischen Interludium ging der festliche Gottesdienst zu Ende. Vorgetragen wurde dieses Musikstück von Gudrun Huber und Erika Girollet vom Erchana-Orchester. In diesem Dachauer Ensemble wirkte die scheidende Pfarrerin bisher als Bratschistin mit. Als Abschiedsgeschenk übergab Huber die Noten der vorgetragenen Stücke.

Wer in Kemmoden-Petershausen die Nachfolge von Pfarrerin Schulz antritt, ist offen. Nachdem im vorigen Sommer Pfarrerin Katharina Heunemann die Gemeinde verlassen hat, ist nun eine ganze Pfarrstelle in Kemmoden-Petershausen vakant und derzeit ausgeschrieben.

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