+
Fahrgastinformationssysteme sagen den Reisenden, wann und zu welcher Zeit Züge fahren.

Fahrgastinformation für Bahnhof Petershausen  

Durchbruch nach fünf Jahren Kampf

Petershausen - Nach fünf Jahren Kampf ist ein Durchbruch in Sicht: Wenn der Gemeinderat zustimmt, wird die Bahn zwei so genannte Fahrgastinformationssysteme am Bahnhof in Petershausen installieren.

Die Unpünktlichkeit der Bahn ist ein Ärgernis für Reisende und Pendler. Für Petershausen konnte Landtags-Stimmkreisabgeordneter Bernhard Seidenath (CSU) jetzt eine Verbesserung zumindest bei der Fahrgastinformation in Aussicht stellen. Zwei neue elektronische Anzeigetafeln sollen kommen, wenn der Gemeinderat zustimmt.

„Was lange währt, scheint nun endlich gut zu werden. In einer Gemeinschaftsleistung wird die Fahrgastinformation am Bahnhof Petershausen deutlich verbessert“, so Seidenath in einer Pressemitteilung. „Ziemlich genau fünf Jahre nach einem ersten Schreiben zusammen mit dem damaligen Bürgermeister Günter Fuchs (CSU) an die Deutsche Bahn, nach weiteren unzähligen Schreiben, Gesprächen und einem Ortstermin liegt nun ein konkretes, realistisches Angebot auf dem Tisch, bei dem die Gemeinde Petershausen nun gut einschlagen kann“, erläuterte Seidenath.

Im Einzelnen geht es seinen Angaben zufolge um zwei zusätzliche Anzeiger an den Zugängen zum Bahnhof Petershausen, die die Reisenden informieren, wann und wo die nächsten Züge abfahren. Ein Anzeiger soll doppelseitig lesbar am Zugang zu Gleis 1 beim Kiosk errichtet werden. Ein zweiter zusätzlicher Anzeiger wird nur einseitig lesbar sein und am nördlichen Zugang vom Park-&-Ride-Parkplatz bei Gleis 6 installiert.

Die Gesamtkosten für Beschaffung und Aufstellen belaufen sich auf rund 68 000 Euro. Der ziemlich hoch erscheinende Preis ist laut Bahnhofspate und FW-Gemeinderat Josef Mittl aber plausibel. Die Kosten sollen sich Freistaat Bayern, Deutsche Bahn und Gemeinde teilen. Damit dürfte bald ein Szenario der Vergangenheit angehören, das Bahnhofpate Mittl so beschreibt: „Wenn ich morgens mit dem Bus aus Kollbach am Petershausener Bahnhof ankomme, habe ich normalerweise vier Minuten bis zur Abfahrt des Regionalzuges.“ Doch wenn der wieder große Verspätung hat, seien die Vorteile des Regionalzuges dahin und eine Fahrt mit der wesentlich pünktlicheren S-Bahn nach München angesagt, wobei auch noch die Frage sei, an welchem Bahnsteig die abfahre.

Fünf Jahre war der Schwarze Peter der Finanzierung zwischen Bahn, Freistaat und Kommune hin- und hergeschoben worden. Erst die CSU-Verkehrskonferenz vor einem Monat in Hallbergmoos, an der auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann, Bahn-Vorstandsvorsitzender Rüdiger Grube und Bayerns Bahnchef Klaus-Dieter Josel teilnahmen, brachte den Durchbruch. Dort hatte Seidenath das Thema Petershausen angesprochen.

„Das Angebot von Freistaat und Bahn steht“, sagt er. „Ich bin guter Dinge, dass der Petershauser Gemeinderat hier einschlagen wird. Denn neben Günter Fuchs haben sich auch der aktuelle Bürgermeister Marcel Fath (FW) sowie Gemeinderat und Bahnhofspate Josef Mittl stets vehement für diese Lösung eingesetzt.“

Mittl bedankte sich ausdrücklich bei Seidenath, der ihn, Fuchs und Fath stets auf dem Laufenden gehalten und das Thema vorangebracht habe. Er sehe keinen Grund, warum der Gemeinderat dieses Angebot ablehnen solle.

rds

Auch interessant

Kommentare