Der neue CSU-Vorstand in Petershausen: Kerstin Götz, Günter Graßl, Johannes Stadler, Hildegard Weßner (Vorsitzende) und Michael Christoph (v.l.).
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Der neue CSU-Vorstand in Petershausen: Kerstin Götz, Günter Graßl, Johannes Stadler, Hildegard Weßner (Vorsitzende) und Michael Christoph (v.l.).

Petershauser Ortsverband wählt neuen Vorstand – Gleich drei neue Gesichter im Führungsteam

Generationenwechsel bei der CSU

  • Petra Schafflik
    vonPetra Schafflik
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Petershausen – Die „kürzeste Sitzung der Welt“, wie CSU-Ortsvorsitzende Hildegard Weßner bei offenen Türen und Fenstern im gut durchlüfteten Petershauser Sportheim lächelnd ankündigte, ist es am Ende wohl nicht geworden. Aber ein rekordverdächtiges Tempo legten Vorstand und Mitglieder tatsächlich an den Tag, um zügig nicht nur die Delegierten zu wählen für die im März anstehende CSU-Aufstellungsversammlung zur Bundestagswahl.

Wenn sich die Parteimitglieder mitten in der Pandemie schon zu einer Präsenzversammlung treffen, weil die Parteistatuten digitale Verfahren nicht zulassen, „dann wählen wir auch gleich den Vorstand“, erklärte Weßner. Diese Wahl steht turnusgemäß heuer an.

Die engagierte Vorsitzende, die dem CSU-Ortsverband seit 2013 vorsteht, sah nun die Zeit gekommen, einen „Generationenwechsel“ im Leitungsgremium einzuläuten. Eine Strategie, die von den 21 anwesenden Mitgliedern offenbar überzeugt mitgetragen wird, denn alle vorgeschlagenen Kandidaten wurden einstimmig gewählt.

Hildegard Weßner bleibt Vorsitzende und sorgt so für Kontinuität in der Parteiarbeit. Doch als Stellvertreter wurden mit Johannes Stadler (29), Günter Graßl (43) und Michael Christoph (45) neue Gesichter gewählt. Die bisherigen Amtsinhaber Günter Fuchs, Josef Gerer und Gerhard Weber – alles langjährig erfahrene Gemeinderäte – ziehen sich „in die zweite Reihe, in den Beirat zurück“, wie Weßner erläuterte. Die kommunalpolitische Erfahrung soll dadurch erhalten bleiben, von den nachrückenden Mitstreitern im Vorstand erwartet sich Weßner neue Ideen und frischen Wind.

Auch die Position von Schatzmeister und Schriftführer wurden neu besetzt. Robert Götz und Melanie Fuchs übergeben ihr Amt jeweils an Katja Keferstein und Kerstin Götz. Im achtköpfigen Beirat sitzen jetzt Günter Fuchs, Gerhard Weber, Josef Gerer, Robert Götz, Michael Enzensberger, Anneliese Kowatsch, Anna Huber und Stephan Huber.

Da die CSU-Versammlung pandemiebedingt möglichst zügig ablaufen sollte, hatte man nicht nur auf die Einladung von Gästen etwa des CSU-Kreisverbands verzichtet. Auch Vorsitzende Weßner legte keinen üblichen Rechenschaftsbericht ab. Nur in wenigen Worte erläuterte sie ihre Überlegungen zur Neuausrichtung des Vorstands. Wichtig sei es, frühzeitig neue Mitstreiter in die politische Arbeit einzubinden, damit die Partei zukunftsfähig bleibe.

„Wir brauchen neue Ideen und Themen, die Zeit erfordert das“, sagte sie dann im Gespräch mit den Dachauer Nachrichten. Besonders stolz ist Weßner, dass der Vorstand jetzt paritätisch mit drei Frauen und drei Männern besetzt ist. Sie freue sich auf eine gute wie spannende Zusammenarbeit mit neuem Input und der Gelassenheit der bewährten Mitstreiter. „Es macht Spaß, weiterzumachen.“ PETRA SCHAFFLIK

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