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Günter Fuchs will Bürgermeister in Fahrenzhausen werden - CSU-Ortsverband kürt 51-Jährigen zum Kandidaten

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Noch bevor Günter Fuchs (r.) seine Wahl zum Bürgermeisterkandidaten annahm, hatte ihm der Fahrenzhauser CSU-Chef Christian Hermann einen Blumenstrauß überreicht. Spätestens da konnte er nicht mehr Nein sagen.
Noch bevor Günter Fuchs (r.) seine Wahl zum Bürgermeisterkandidaten annahm, hatte ihm der Fahrenzhauser CSU-Chef Christian Hermann einen Blumenstrauß überreicht. Spätestens da konnte er nicht mehr Nein sagen. Foto: Beschorner © Beschorner

Die CSU Fahrenzhausen (Kreis Freising) ist auf der Suche nach einem Bürgermeisterkandidaten fündig geworden: Am Dienstag kürten 19 Mitglieder im Sportheim der SpVgg Kammerberg den 51-jährigen Günter Fuchs zum Bewerber für die Nachfolge des überraschend verstorbenen Amtsinhabers Heinrich Stadlbauer (FBL).

Erfahrung als Bürgermeister

Petershausen - Mit Fuchs tritt ein Mann an, der schon Erfahrung als Bürgermeister gesammelt hat. CSU-Gemeinderätin Astrid Wildgruber-Bolesczuk war es vorbehalten, den Kandidaten vorzuschlagen: Seit der Nachricht vom Tod Stadlbauers habe man inner- und überparteilich sehr viele Gespräche geführt. Dabei sei man sich einig gewesen, was die Gemeinde jetzt brauche: eine Person, „die Verwaltung im Blut hat“, die kommunalpolitische Erfahrung besitzt und die die Leute mitnimmt und führt. Mit Günter Fuchs habe man genau so eine Person gefunden.

Fuchs selbst formulierte in seiner Vorstellungsrede das Ziel, Fahrenzhausen „als lebens- und liebenswerte Gemeinde auszubauen“. Er wolle „keine Übergangslösung“ sein, wie er betonte. Er setze auf gute Zusammenarbeit mit allen Gruppierungen und Organisationen, er stehe für den „Aufbau einer effizienten Arbeitsstruktur im Rathaus“. Eine „Herzensangelegenheit“ sei es ihm, das „Ohr am Bürger“ zu haben. Denn: „Es geht um das Wichtigste, was wir haben: Es geht um unsere Heimat!“

Im Alter von 37 Jahren Bürgermeister in Petershausen

Die Heimat von Fuchs ist freilich das benachbarte Petershausen. Im Jahr 2008 wurde er im Alter von 37 Jahren zum Bürgermeister von Petershausen gewählt. Bei der Wahl 2014 konnte er sein Amt nicht verteidigen, unterlag in der Stichwahl seinem Herausforderer Marcel Fath (FW) mit 54 zu 46 Prozent. 2020 startete Fuchs einen neuen Anlauf, den Chefsessel in Petershausen zurück zu erobern, scheiterte abermals in der Stichwahl an Fath, der 61,2 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte.

Jetzt also der nächste Anlauf von Fuchs, der im Petershausener Gemeinderat CSU-Fraktionschef und derzeit Geschäftsleiter der Gemeinde Reichertshausen an der Ilm (Kreis Pfaffenhofen) ist. Von Fuchs als dem richtigen Kandidaten waren nicht nur alle 19 anwesenden CSU-Mitglieder aus Fahrenzhausen überzeugt, sondern auch der CSU-Bundestagsabgeordnete Erich Irlstorfer. Er kenne Fuchs als Fachmann, der über die Parteigrenzen hinweg lösungsorientiert arbeite. Fuchs bringe Herz und Verstand zusammen, ihn als Bürgermeisterkandidaten vorzuschlagen sei „eine kluge Entscheidung“ gewesen.

Fuchs will zunächst Gemeinderat bleiben

In Petershausen will Günter Fuchs sein kommunalpolitisches Ehrenamt weiter ausüben bis zur Bürgermeisterwahl in Fahrenzhausen am 25. September. Fuchs ist nach seiner Amtszeit als Petershausener Bürgermeister seit 2014 CSU-Gemeinderat und Fraktionssprecher. „Aktuell bin ich gewählter Gemeinderat und werde mich daher weiterhin einbringen bis zum Zeitpunkt der Wahl“, so Fuchs im Gespräch mit der Heimatzeitung. Wenn er als Sieger aus der Wahl hervorgehe, werde er sich aber zurückziehen. „Natürlich hoffe ich, dass ich gewinne!“ Auch in der Vorstandschaft des CSU-Ortsverbands will Fuchs dann nicht mehr mitwirken. „Es passt nicht zusammen, wenn man in zwei Gemeinden mitredet.“ Vielmehr wolle er sich dann voll auf Fahrenzhausen konzentrieren. „Denn ich möchte ja etwas bewirken.“

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Seinen Wohnsitz muss Fuchs im Falle eines Wahlsiegs übrigens nicht verlegen, denn ein berufsmäßiger Bürgermeister muss nicht an seinem Amtssitz leben.

A. BESCHORNER/P. SCHAFFLIK

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