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Die Bädashausa Deifisweiba traten öffentlich vor der Volksbank Raiffeisenbank auf, bevor sie ihre Tour durch den Ort fortsetzten.

Bädashausa Deifisweiba unterwegs

Hexen bleiben dem Rathaus wieder fern

Nur das Rathaus mieden die Hexen am Unsinnigen Donnerstag in Petershausen. Dabei wären sie vom Bürgermeister schon empfangen worden. 

Petershausen – Auch heuer trieben die sieben Bädashausa Deifisweiba als Hexen verkleidet ihr Unwesen im Ort – nur nicht im Rathaus. „Aber eins kann uns keiner nehmen, und das ist die pure Lust am Reden“ – oder soll man eher sagen am Singen, so intonierten sie jedenfalls vor der Volksbankfiliale.

Im vergangenen Jahr hatte es zwischen den Hexen und Bürgermeister Marcel Fath einen Zwist gegeben: Der Gemeindechef wollte beim traditionellen Auftritt im Rathaus keine Öffentlichkeit dabei haben. Daraufhin mieden die Hexen das Rathaus – ebenso wie in diesem Jahr. Marcel Fath betonte jedoch auf Nachfrage, dass die „Türen des Rathauses den Hexen am Unsinnigen Donnerstag offenstanden“.

Doch die Hexen bevorzugten den Petershauser Kreisel, positionierten sich vor der Volksbankfiliale und zogen dort die Lokalpolitik wie üblich kräftig durch den Kakao. Seien es die verbesserungsbedürftige Straßensituation im Ortskern, die fehlende Umgehungsstraße oder die Verbotsschilder an allen Biotopen und der Dauerbrenner Zaun ums Rathaus. Hier fragte Hildexe: „Wos soi uns der Zaun ums Rathaus woi sogn? Füttern verboten, Nervenheilanstalt oder soin mir jetzt rodn, darauf liabe Bürger machts eich selba jetzt an Reim… Vielleicht wird ja des as neue Stadelheim.“

Etwas Positives kam von Margarexe: „Die Glonninsel, de wird a Hit, des is für die Naherholung a großer Schritt. Da wird sich freuen Alt und Jung. Das is super, das bringt die Gemeinde in Schwung.“ Im Chor fielen die anderen mit ihrem Gesang ein: „Über wenig Brücken darfst Du gehen, um die schöne Insel anzusehen.“ Wesentlich deutlichere Kritik brachte da die Liesexe an: „Dagegen, de Friedhofsgebühren bringen so manchen Bürger in Wuat. Des finden mia scho ned ganz guad. Do wird es schon ganz sche deier, des Sterbn. Da bleibt dann nix mehr über zum Erbn. Drum spare in der Not, sonst bleibt dir nix fürn Dod.“

Während Marinexe sich des Themas Kindergarten annahm, der statt in Kollbach nun nahe der Jetzendorfer Straße entstehen soll, forderte der Siebenhexenchor ganz nach Herbert Grönemeyer: „Gebt den Kindern das Kommando! Sie berechnen nicht was sie tun. Die Welt gehört in Kinderhände, dem Trübsinn ein Ende. Wir werden in Grund und Boden gelacht. Kinder an die Macht!“

Natürlich durften die ständig steigenden Kosten für die Grundschulerweiterung im Kritik-Repertoire der Besen-Verehrerinnen nicht fehlen. Böse Satire ließ der Chor zum Schluss los: „Von den blauen Bergen kommen wir, unsere Politiker sind genauso dumm wie wir. Mit den Klappen auf den Augen, tun sie überhaupt nix taugen – und bezahlen müssen alles wir.“

rds

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