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Petershausen von oben: Bürgermeister Marcel Fath (rechts) zeigt das große Neubaugebiet an der Rosenstraße, Hochba uamtsleiter Thomas Schleicher weist auf den neuen Edeka-Standort neben dem Kindergarten-Projekt am derzeitigen Ortsausgang hin. Später wird hier auch Wohnbebauung entstehen. 

Zahlreiche Bauvorhaben

Petershausen wird zur Großbaustelle

Petershausen wird in circa zwei Jahren zur Großbaustelle. Dann kommen zur Schulerweiterung (im Gange) der Kindergarten, der Edeka, das Feuerwehrhaus, viel neuer Wohnraum und neue Gewerbeflächen hinzu. Und ein neues Rathaus.

Petershausen – Derzeit hat die Gemeinde Petershausen 6848 Einwohner (Stand Ende September). Die Zahl hat Bürgermeister Fath auswendig im Kopf; wie viele Gemeindebürger es in zehn Jahren sein werden, muss er aber kurz nachschlagen: exakt 8146 nach der neuesten demografischen Analyse. „Da fließen zu erwartende Geburten und Sterbefälle genauso ein wie geplante Bauvorhaben, die neuen Wohnraum oder Arbeitsplätze schaffen“, erklärt Fath. Und für die vielen neuen Petershauser, vor allem für zuzugswillige Familien, die die attraktive Pendlergemeinde mit Regionalzuganschluss schätzen, wird jetzt vorgesorgt.

Da wird gerade die Grundschule ausgebaut. Sie erhält neben dem Rathaus einen Erweiterungsbau für eine Ganztagsklasse und eine neue Aula. Die Bauarbeiten sollen laut Planung Ende 2019 beendet sein. Der Schulbetrieb in den neuen Räumen könnte dann zum Schulbeginn im September 2020 aufgenommen werden.

Die nächsten großen Projekte für die Infrastruktur der kleinen „Boom-Town“ Petershausen sind der Kindergarten und ein neues Feuerwehrhaus. Beides ist in Planung, bald sollen erste Entwürfe vorliegen. Der Kindergarten neben dem neuen Edeka-Markt am Ortsausgang nach Jetzendorf soll nach Schätzungen der Verwaltung 5,5 Millionen Euro kosten, wovon 3,4 Millionen durch Zuschüsse refinanziert werden. Der Baustart ist für 2020 vorgesehen, der für den Edeka-Markt ist auf Ende 2019 terminiert – also ziemlich gleichzeitig.

Laut aktuellem Flächennutzungsplan ist rund um Edeka und Kindergarten Wohnbebauung vorgesehen. Künftig liegen dann Kinderbetreuung und Einkaufsmöglichkeit im Wohngebiet und nicht mehr am Ortsausgang.

Für das neue Feuerwehrhaus gibt es noch keine konkreten Kostenplanungen. Die grobe Schätzung der Verwaltung geht von 6,3 Millionen aus, aber auch hier gibt es Zuschüsse, sodass die Gemeinde nicht alle Kosten allein tragen muss. Auch die neue Heimat der Floriansjünger soll in etwa zwei Jahren an den Start gehen. Und zwischenzeitlich ist auch noch ein neuer Drogeriemarkt gegenüber dem Aldi genehmigt worden.

Das größte Wohnbauprojekt der Zukunft wird am heutigen Donnerstag um 18 Uhr im Saal der evangelischen Kirchengemeinde vorgestellt. Dann geht es um die Bebauung von 46 000 Quadratmetern an der Rosenstraße. 40 Prozent der Fläche sind bereits im Besitz der Gemeinde, der Rest gehört fünf privaten Eigentümern.

„Bereits seit 30 Jahren wird an dieser Stelle über eine Wohnbebauung nachgedacht“, sagt Bürgermeister Fath. „Und es existiert ja sogar schon eine Fußgängerunterführung zum Bahnsteig, sodass die S-Bahn oder der Regionalzug in drei Minuten erreichbar sind.“

Hier könnte eine neue Heimat für rund 800 Menschen entstehen, rechnet Hochbauamtsleiter Thomas Schleicher vor. Geplant sind Reihenhäuser, Doppelhäuser und natürlich Mehrfamilienhäuser. Baubeginn ist auch hier 2020 oder 2021. Was Bürgermeister Marcel Fath besonders wichtig ist: „Der Lärmschutz spielt hier direkt an der Bahntrasse eine entscheidende Rolle und wird sicher Zeit in Anspruch nehmen.“

Nach dem Hauptort sind Asbach und Kollbach wichtige Entwicklungsschwerpunkte des Städtebaus in Petershausen. In Asbach sind 16 Parzellen für Einfamilienhäuser im Gebiet Richtung Vierkirchen angedacht, in Kollbach sind es rund 14 an der südlichen Schulstraße. Während in Asbach das neue Bauland noch in der Auslegephase ist (und Einwände vorgebracht werden können), ist der gemeindeeigene Grund in Kollbach voraussichtlich ab 2021 bebaubar.

Generell ist das Interesse an der Entwicklung von neuem Bauland in der Gemeinde riesengroß. Besonders aus den Ortsteilen Weißling und Obermarbach kommen immer wieder viele Anfragen, berichtet Hochbauamtsleiter Schleicher.

Das Problem: Das Personal im Bauamt kommt mit der Arbeit nicht mehr hinterher, und für einen weiteren Schreibtisch ist im alten Rathaus, das eigentlich einmal nur als Schule genehmigt wurde, kein Platz mehr. Da bräuchte es schon einen Neubau. Ein Raumprogramm dafür ist auch von einer Mehrheit im Gemeinderat schon beschlossen worden.

Gottfried Möckl

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