Mit einem kleinen Empfang bedankte sich die Gemeinde jetzt bei den Schulweghelfern (im Hintergrund), die sich täglich für die Sicherheit der Kinder einsetzen. Vorne im Bild (sitzend v.l.) Laura Meinl, Vorsitzende des Fördervereins Sonne und Koordinatorin der Schulweghelfer, Bürgermeister Marcel Fath, Schulleiterin Alexandra Wolff und Konrektorin Anja Neubert.  Foto: ps
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Mit einem kleinen Empfang bedankte sich die Gemeinde jetzt bei den Schulweghelfern (im Hintergrund), die sich täglich für die Sicherheit der Kinder einsetzen. Vorne im Bild (sitzend v.l.) Laura Meinl, Vorsitzende des Fördervereins Sonne und Koordinatorin der Schulweghelfer, Bürgermeister Marcel Fath, Schulleiterin Alexandra Wolff und Konrektorin Anja Neubert. Foto: ps

Schulweghelfer in Petershausen geehrt – Mit Petibus gibt es ein besonderes Angebot

Jeden Morgen zuverlässig auf ihren Posten

  • Petra Schafflik
    vonPetra Schafflik
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Egal ob es regnet, stürmt oder gar einmal schneit: Zuverlässig stehen täglich am frühen Morgen die Schulweghelfer auf ihren Posten, unterstützen die Mädchen und Buben beim Überqueren viel befahrener Straßen.

Petershausen – Oder begleiten, das ist in Petershausen eine landkreisweite Besonderheit, per sogenanntem Petibus zu Fuß Schülergruppen aus entfernteren Wohnvierteln zur Schule.

Ein wertvoller Dienst, für den die Gemeinde sich jedes Jahr bei den etwa 40 Helfern und Koordinatorin Laura Meinl mit einem kleinen Empfang bedankt. Da dieses traditionelle Schulweghelfer-Essen im Sommer heuer aber ausfallen musste, gab es jetzt als Ersatz ein gemeinsames „Korkenknallen“, das mit individuellem Piccolo-Sekt für jeden Gast auch allen Corona-Regeln gerecht wurde. Etwa die Hälfte der aktiven Schulweghelfer nahmen an der kleinen Feier teil.

„Sie alle helfen jeden Tag zuverlässig und herzlich, dass unsere Kinder sicher ihren Weg in die Schule finden“, betonte Bürgermeister Marcel Fath. Diese Präsenz der immer freundlichen und hilfsbereiten Schulweghelfer wüssten die Mädchen und Buben durchaus zu schätzen, berichtete Schulleiterin Alexandra Wolff. Zum Dank haben die Kinder für die Schulweghelfer Papierblumen ausgeschnitten und Karten bemalt.

Offizielle Ehrenurkunden übergab Adrian Wiedenmann, stellvertretender Vorsitzender der Kreisverkehrswacht, an drei Ehrenamtliche. Diese Organisation, die sich für einen sicheren Schulweg einsetzt, würdigt Schulweghelfer für zwei, fünf, zehn oder 20 Jahre im Ehrenamt. In Petershausen erhielten Nikola Wiesemann und Albin Grosch Urkunden, beide sind seit zwei Jahren „im Dienst“.

Besonders gewürdigt wurde das Engagement von Anette Mandl, die schon seit 20 Jahren regelmäßig morgens im Einsatz ist. „Großartig“, fand das nicht nur Wiedenmann. Die Mutter von drei erwachsenden Kindern, die auch den Förderverein der Schule mitgegründet hat, steht alle zwei Wochen an der Münchner Straße. Dort erlebt sie, dass sogar an einer vermeintlich sicheren Fußgängerampel ihr Engagement nötig ist. Das Rotlicht werde regelmäßig von Autofahrern nicht beachtet und überfahren. „Jeder schaut nur, dass er selber weiterkommt.“

Weshalb Mandl, die nicht viel Aufhebens macht um ihr langjähriges Engagement, auch definitiv noch nicht ans Aufhören denkt: „Die Kinder sind die nächste Generation, das ist wichtig.“

Mit einem Blumenstrauß bedankte sich der Bürgermeister bei Laura Meinl, die als Vorsitzende des Schul-Fördervereins Sonne „den Schulweghelferdienst so hervorragend organisiert, nie lockerlässt und den Laden zusammenhält“, wie Fath betonte.

Tatsächlich ist das eine umfangreiche Aufgabe. Denn in Peterhausen sichern die Schulweghelfer nicht nur zwei Überwege, sondern betreuen auch zwei Petitbus-Gruppen zu Fuß aus der Vogelsiedlung und dem Wohngebiet über der Glonn. Für diesen umfangreichen Dienst sind auch entsprechend viele Aktive nötig. „Aktuell begleite ich selber an vier Tagen den Petibus“, sagt Meindl.

Weil dieses besondere Angebot gut ankommt, laufen über 20 Kinder gemeinsam, da brauche es für einen sicheren Weg zwei Begleiter. Weitere Schulweghelfer sind deshalb herzlich willkommen. „Dann könnten wir auch von der Gartenstraße aus eine dritte Petibus-Linie einrichten.“

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