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Die Anlagenteile der alten Skater-Bahn (Archivbild stammt aus dem Jahr 2012) existieren noch, müssen aber saniert werden und einen neuen Platz finden.

Erfolgreiche Jugendarbeit in Petershausen

„Wer da nicht mitmacht, ist selbst schuld“

Hand in Hand arbeitet in Petershausen die von der Gemeinde bestellten Jugendarbeit und das in Eigenregie organisierte Jugendplenum. Das wurde bei den entsprechenden Berichten im Gemeinderat deutlich.

Petershausen – Voll des Lobes waren die Petershausener Gemeinderäte über die im Jugendplenum Petershausen (JUPP) aktiven Jugendlichen des Ortes. Denn nachdem Olaf Schräder vom Zweckverband Jugendarbeit den Bericht zur Jugendarbeit 2017 abgeben hatte, berichtete Samuel Prokisch über die JUPP-Aktivitäten aus erster Hand.

Im vergangenen Jahr hatte Schräder noch einen leichten Rückgang bei den Besucherzahlen im Jugendzentrum in Petershausen verzeichnet. 2017 stiegen die Zahlen wieder auf durchschnittlich 20 pro Tag. Allerdings zeige sich ein Generationswechsel. Es kämen inzwischen sogar verstärkt Mädchen ins Juz. Auch die Vorbehalte einiger Eltern aufgrund früheren schlechten Images würden schwinden. Schräder plant heuer zudem eine „Eltern-Disco“ zum besseren gegenseitigen Kennenlernen.

426 Kinder haben am Ferienprogramm teilgenommen, wobei vor allem günstige Angebote vor Ort und Abenteuer gefragt waren. Für Jugendliche, die nicht mehr im Kinderprogramm mitfahren, ist heuer ein Zeltlager geplant.   

Als Eckpfeiler bezeichnete Schräder die Jugendkulturarbeit. Damit meinte er nicht nur das Creatival, sondern auch die JUPP-Aktivitäten in Sachen Demokratie-Prozess. Beispiele waren das Burger-Essen mit Landrat Stefan Löwl, die Erstwählerveranstaltung sowie die Polen- und Berlin-Fahrt.

Das erste Open-Air-Kino kam so gut an, dass es heuer wohl mehrfach wiederholt werde. 148 Unterschriften für eine neue Skater-Anlage hatte Ben Avenius im Auftrag des JUPP gesammelt. Josef Gerer (CSU) fühlte sich überrascht, als der junge Mann plötzlich vor seiner Tür stand, weil von der Aktion vorher nichts im Gemeinderat bekannt war. Bernhard Franke (SPD) und Margarethe Scherbaum (FW) waren begeistert vom Initiativgeist der Jugendlichen.

Die Unterschriftenlisten übergab Avenius dann an Bürgermeister Marcel Fath, der die Aktion mit den Worten kommentierte: „Das ist schon richtig gelaufen, wie das Meiste hier.“

Da eine Skater-Anlage auch Lärm mache, gehe es jetzt um die Suche nach einem geeigneten Standort. Die alte Anlage sei noch da, müsse aber saniert werden.

Samuel Prokisch ließ die JUPP-Aktivitäten 2017 Revue passieren wie „Tauschrausch“ für gebrauchte Kleidungsstücke, Popcorn-Verkauf beim Marktplatzfest, Waffelverkauf beim Kirchweihmarkt, Jahreshauptversammlung, Plätzchenbacken, Kochen mit Flüchtlingen und anderes mehr.

Diese seien auch heuer vorgesehen. Nur statt des Marktplatzfestes – das heuer ausfällt – sind die Teilnahme an den Jubiläumsfeiern zu 50 Jahre Städtepartnerschaft mit Varennes sowie eine Zweijahresparty geplant.

Prokisch, der auch den JUPP-Etat verwaltet, bat wieder um ein flexibles Budget von der Gemeinde. 2017 gingen von den 4000 Euro 2000 ans Jugendprogramm für 12- bis 21-jährige und 2000 ans JUPP. Kassenprüferin Scherbaum bescheinigte den jungen Leuten eine „super Kassenführung“.

Dem Lob fürs JUPP schlossen sich Hildegard Weßner (CSU) – „super Arbeit“ – und Dr. Ernst Nold (FW) an, der sagte: „Das ist eine prima Möglichkeit, mitzumachen. Wer da nicht mitmacht, ist selber schuld.“

Der Bürgermeister dankte allen Aktiven im JUPP für ihre Arbeit: „Ihr macht das richtig gut. Weiter so, Ihr seid schon Vorbilder.“

rds

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