Brüsseler Gericht spricht Islamisten Abdeslam des Mordversuchs schuldig

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Kindertagesstätten in Petershausen

Sogar Betreuungsplätze gibt es jetzt online

Im Kindergarten die Kleinen fürs nächste Betreuungsjahr anmelden, das war gestern. Jedenfalls in der Gemeinde Petershausen. Dort geht das Ganze jetzt online. Was im Gemeinderat auch Kritiker auf den Plan rief.

Petershausen – Gleich zu Beginn der ersten Gemeinderatssitzung im neuen Jahr in Petershausen erklärte Bürgermeister Marcel Fath unter den Bekanntgaben, dass Petershausener Eltern auf der Suche nach einem Kinderbetreuungsplatz ab dem heutigen Montag, 22. Januar, unter www.little-bird.de eine Online-Plattform nutzen können. Damit könnten die Eltern ihre Kinder bequem von zu Hause aus elektronisch anmelden, so Fath.

Nach der Registrierung und Anmeldung im Portal, so heißt es dazu auch in einer Pressemitteilung der Gemeinde, mache es der „kleine Vogel“ (Little Bird) allen Beteiligten, also auch den Betreuungseinrichtungen einfacher: „Von Suche über Platzanfrage bis hin zu Angebot, Zu- oder Absage und Vertragsunterzeichnung wird der Prozess an keiner Stelle unterbrochen. Somit ist Little Bird für alle Beteiligten ein Verfahren ohne mehrfachen Aufwand, Zeitverluste und Umwege. Liegt ein Betreuungsplatzangebot einer Einrichtung vor, entscheiden Eltern binnen einer Frist selbst über die Annahme oder Ablehnung.“

Durch verschiedene Plausibilitätsprüfungen und höchste Datensicherheitsvorkehrungen sorgt das System laut Presseinformation der Gemeinde automatisch dafür, dass es immer „sauber“ bleibt. Kommunikations- und Feedback-Funktionen sowie ein Sperrmechanismus garantierten darüber hinaus, dass Eltern genau einen Platz bekommen und nicht mehrere Angebote, während andere Familien womöglich leer ausgehen.

In der Presseinfo heißt es weiter: „Selbstverständlich bleibt auch mit Little Bird die Möglichkeit für die Eltern offen, sich persönlich vor Ort bei einer Einrichtung anzumelden.“

Dass nicht alle den „kleinen Vogel“ für so harmlos halten, wurde durch eine Zwischenfrage von Inge Dinauer (parteifrei) in der Gemeinderatssitzung deutlich: „Was ist, wenn Eltern die Einverständniserklärung nicht unterschreiben?“ Schon bei der herkömmlichen Anmeldung für den Hortplatz ihrer Tochter sei verlangt worden, sie solle der Weitergabe der Anmeldedaten an die Gemeinde zustimmen.

Doch Bürgermeister Marcel Fath rechtfertigte die Datenabfrage mit dem Hinweis, dass die Kommunen prüfen müssten, ob die Mittel aus dem Bayerischen Gesetz zur Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Kindergärten, anderen Kindertageseinrichtungen und in Tagespflege (BayKiBiG) korrekt verwendet werden. Der Gemeindechef: „Wir haben in Deutschland das strengste Datenschutzgesetz der Welt, und das nehmen wir sehr ernst.“

Notfalls muss man sich dann wohl doch wieder nach der alten Zu-Fuß-Methode vor Ort einen Betreuungsplatz sichern. Aber auch da werden Daten abgefragt. rds

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