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Kleine und große Ärgernisse aufgelistet

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Von: Petra Schafflik

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Autos fahren Straße entlang, rechts Schulweghelfer -Schild
Eine der Stellen mit Verbesserungspotenzial, die das Agenda-21-Papier auflistet: Der Überweg an der Indersdorfer Straße. Dort sind entgegen der Beschilderung keine Schulweghelfer mehr im Einsatz und Kinder sollen auch keinesfalls queren, wie die Petershausener Schulweg-Koordinatorin Laura Meinl betont. „Das ist dort viel zu gefährlich.“ Schüler sollten den Zebrastreifen ortseinwärts nutzen, „für viele leider ein Riesenumweg“. Deshalb setzt sich Meinl an der Gefahrenstelle weiter für einen Zebrastreifen oder eine andere bauliche Verbesserung ein, bisher wegen geltender Richtlinien leider ohne Erfolg. © ps

Petershausen – Damit Bürger häufiger ihr Auto stehen lassen, muss es sicher und bequem sein, kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen. Unter dieser Prämisse hat ein Arbeitskreis der Agenda-21-Gruppe beim jüngsten Online-Treffen dieser Organisation ein Mobilitäts-Konzept für Petershausen vorgestellt.

VON PETRA SCHAFFLIK

Die Ausarbeitung beruht auf eigenen Erfahrungen, auf Rückmeldungen der Schulweghelfer und des Behindertenbeauftragten. Aufgelistet werden auf fünf Seiten langfristig anzugehende Themen, wie Fahrradstraßen oder Tempo-30-Zonen. Benannt werden konkrete Gefahrenstellen, die mit längerfristiger Planung zu beheben wären. Wie eine Überquerungshilfe an der Indersdorfer Straße, die bisher wegen geltender Vorgaben nicht realisiert werden kann, für die sich aber die Schulweghelfer einsetzen.

Doch es geht auch um kleine Ärgernisse, die sich mit wenig finanziellem Aufwand ausmerzen ließen. Etwa wenn eine rote Fahrbahnmarkierung angeregt wird für die Stelle, wo der Radweg entlang der Münchner Straße die Einmündung der Jahnstraße quert.

Das vorgelegte Papier könne Grundlage sein für alle Fraktionen des Gemeinderats, „wenn sie sich für nachhaltige Mobilität in Petershausen engagieren wollen“, erklärte Christa Jürgensonn beim Online-Treffen.

Allerdings zeigte sich Bürgermeister Marcel Fath (FW), der auch zugeschaltet war, nicht überzeugt von der Zusammenstellung. Unklar sei: „Welche Rolle haben die Verwaltung und ich als Bürgermeister bei diesem Thema?“ Der Rathauschef monierte, dass er in die Erstellung des Mobilitätspapiers „nicht eingebunden“ gewesen sei.

Tatsächlich, so Christa Jürgensonn, handle es sich „nicht um ein Konzept für Bürgermeister Fath oder eine Arbeitsanweisung an die Verwaltung“. Sondern schlicht um „Ideen von Bürgern“. Auch sei „jedem klar, dass es Jahre dauern kann, hier etwas zu erreichen“, ergänzte Adler.

Die Unstimmigkeiten sollen nun in einem Gespräch zwischen der Agenda-Koordinatorin und Bürgermeister Fath ausgeräumt werden, so wurde vereinbart. Das Mobilitäts-Papier ist nachzulesen unter https://www.agenda21-petershausen.de/docs/mobil.pdf. Bürger sind eingeladen, weitere Anregungen oder Gefahrenstellen mitzuteilen an Agenda-Koordinatorin Mathilde Adler unter info@agenda21-petershausen.de.

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