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Die Grünen-Kandidaten in Petershausen mit Listenführer Alexander Heisler (vorne in der Mitte). 

Bündnis 90/Die Grünen: 16 Kandidaten für die Gemeinderatswahl nominiert

„Grüne“ Anliegen gibt es in Petershausen genug

Bündnis 90/Die Grünen hat 16 Kandidaten für die Gemeinderatswahl in Petershausen nominiert.

Petershausen – Für mehr grüne Themen wie Nachhaltigkeit, Naturschutz, Ökologie oder Ausbau der Radwege, aber auch für die Belebung des Ortszentrums sowie für mehr Miteinander in der Gemeindepolitik will sich Bündnis90/Die Grünen einsetzen. Mit 16 Kandidaten und zwei Ersatzkandidaten treten sie zur Kommunalwahl an. Ihr Ziel: zwei bis vier Gemeinderatssitze. Ein Bürgermeisterkandidat wird nicht aufgestellt.

In Petershausen sei der Anteil der grünen Wähler bei den bisherigen überregionalen Wahlen mit bis zu 18 Prozent meist sehr hoch gewesen, erklärt Jörg Wunsch, einer der beiden Sprecher des 2018 gegründeten Ortsvereins. Dementsprechend groß war das Interesse für die Listenkandidatur für die Grünen. Der nur neun Mitglieder zählende Ortsverein erreicht mit 16 Kandidaten fast die erforderlichen 20 Plätze. Die ersten vier Plätze bekommen je zwei Stimmen, damit die Liste voll belegt ist.

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Die Wahlleitung übernahm der grüne Landratskandidat Achim Liebl zusammen mit Kreissprecher Richard Seidl. „Auch junge Leute sollten hier über die Zukunft mitentscheiden“, forderte Alexander Heisler, Sprecher des Ortsverbands. Nachdem sich keine Frau für den ersten Platz zur Verfügung stellte – nach dem Statut der Grünen kommen die Frauen auf die ungeraden Plätze, die geraden sind offen für alle – wurde Heisler auf Platz eins gewählt. Der Student für Umwelt und Nachhaltigkeit engagiert sich schon seit 2015 im grünen Kreisvorstand und hat den Ortsverein mitgegründet.

In Petershausen will er sich für den Ausbau der Radwege und eine stärkere ökologische Ausrichtung bei neuen Gebäuden und Außenanlagen einbringen. Außerdem soll verhindert werden, dass im Zentrum immer mehr Geschäfte schließen und am Ortsrand neue eröffnen. Ein Anliegen ist Heisler auch eine bessere Zusammenarbeit im Gemeinderat: „Hier wird mehr gegeneinander als miteinander entschieden.“

Ein großes Fachwissen bringt auch die gebürtige Petershauserin Susanne Strauß auf Platz zwei ein: Sie ist Meteorologin und Windgutachterin. Sie engagiert sich als Leiterin der Skiabteilung des Sportvereins und im Pfarrgemeinderat. „Zu 80 Prozent Selbstversorgerin und Feministin“ ist Agnes Burghardt auf Platz drei, gefolgt von Jörg Wunsch, der sich in der Stichwahl gegen Herwig Feichtinger durchsetzte. Der Lehrer für Wirtschaft, Recht und Biologie will die Energiewende vorantreiben und Petershausen bei der Stromgewinnung in zehn Jahren CO2 -frei machen.

Für eine Überraschung sorgte Lydia Thiel auf der grünen Gemeinderatsliste, vertritt sie doch derzeit die CSU im Gemeinderat. Sie habe sich 30 Jahre lang bei der ÖDP engagiert, erklärte die bekannte Petershauserin auf der Versammlung, zu der neben den 15 Wahlberechtigten auch Bürgermeister Günter Fuchs, dritter Bürgermeister Josef Gerer (beide CSU) und der ÜBP-Bürgermeisterkandidat Georg Seitz kamen. Bei der Gemeinderatswahl habe es leider keine ÖDP- oder grüne Liste gegeben. „Deshalb wollte ich über die CSU meine Themen in den Gemeinderat einbringen“, erklärte Thiel. „Ich hatte immer eine ökologische Richtung. Mein Herz schlägt eher für die grüne Richtung.“

Ein wichtiges Anliegen ist für Lydia Thiel auch, dass wieder junge Leute in den Gemeinderat kommen. In der Stichwahl setzte sie sich gegen Astrid Heisler auf Platz fünf durch. Heisler unterlag dann auch noch in der Stichwahl um Platz sechs gegen Feichtinger und landete schließlich auf Platz sieben. Einstimmig oder mit großer Mehrheit wurde über die ersten sechs Plätze einzeln und über die restlichen Plätze im Block einstimmig abgestimmt.

„Petershausen soll grüner und offener werden“, fasste der Demeter-Landwirt Sven Zachmann die Anliegen der grünen Kandidaten zusammen. Schon vor über 30 Jahren habe es im Ort eine grüne Gruppierung gegeben, erzählte im Übrigen das „grüne Urgestein“ Eva Kappel bei der Versammlung.

Cornelia Hartmuth

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