Alexandra Hellmeier vor der selbst gestalteten Wand mit Wein
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Noch darf sie keine Gäste empfangen, aber sie ist bereit: Alexandra Hellmeier vor der selbst gestalteten Wand mit „Lieblingsweinen“. 

Start nach dem Lockdown

Lang ersehntes Lokal in Petershausen: Paar will Bar mit Weinverkauf eröffnen

  • Petra Schafflik
    vonPetra Schafflik
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Grüne Samtsessel und gemütliche Sitzgruppen laden – also ohne Lockdown – zum Verweilen ein, „klein und gemütlich“ lautet das Motto von Johann und Alexandra Hellmeier, die im Frühjahr an der Marbacher Straße einen Laden für Weinverkauf eröffnet, dort inzwischen auch eine Bar eingerichtet haben. „Wine Not?“ heißt das Geschäft, der Name zeugt von Alexandra Hellmeiers Faible für Wortspiele.

Petershausen – Eine heimelige Bar, in der man sich mit Freunden ganz unkompliziert auf ein Glas Wein und eine Kleinigkeit zum Essen treffen kann, „das war schon immer mein Traum“, erzählt die junge Frau. Und genau so ein Lokal habe bisher in Petershausen gefehlt.

Der Start ihrer Geschäftsidee kam aber zu einem denkbar schwierigen Zeitpunkt: Ausgerechnet mit dem Beginn der Corona-Pandemie haben die Hellmeiers neben ihrem hauptberuflichen Job losgelegt, in ihrer Freizeit den Laden in Eigenregie umgebaut und hergerichtet. Kreative Ideen sind in Laden- und Barbereich überall erkennbar. So haben die beiden für die Wandverkleidung auch Moos aus dem heimischen Garten verwendet, beliebte Weine werden vor einer handbeschrifteten Schieferwand ausgestellt.

Das Sortiment ist ungewöhnlich, Produkte aus gängigen Weinregionen und von bekannten Lagen sucht man vergeblich. Denn die Hellmeiers haben eine besondere Verbindung zu Ungarn. Und haben sich deshalb auf ungarische Weine spezialisiert, die sie stärker bekannt machen wollen. Ihr Motto: „Gute Weine zu erschwinglichen Preisen.“

Gestartet ist das „Wine Not“ im April zunächst mit dem Weinverkauf, im Sommer und Herbst gab es bis zum Lockdown gesellige Weinproben im Laden oder bei Kunden, erzählt Alexandra Hellmeier. Geöffnet ist von Donnerstag bis Samstag, schließlich betreiben sie den Laden nebenberuflich.

„Zum Glück“, sagt Alexandre Hellmeier angesichts der pandemiebedingten Einschränkungen. Aber auch wenn die Zeiten für ein gastronomisches Angebot nicht gerade rosig sind, haben die beiden Jung-Gastronomen in den vergangenen Wochen den Barbereich fertig ausgebaut.

Sobald Corona es zulässt, wollen sie eröffnen. Denn Gäste in geselliger Runde zu bewirten mit ungarischem Wein und kulinarischen Spezialitäten, das ist nun mal ihr Ziel.

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