Luftreinigungsgerät
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Luftreinigungsgeräte werden in Petershausen für den Altbau der Grundschule nicht angeschafft.

Stimmenpatt im Gemeinderat bedeutet: Geräte für den Altbau werden nicht angeschafft

Luftfilter für Grundschule abgelehnt

Petershausen – Es bleibt dabei: Für den Altbau der Grundschule wird die Gemeinde Petershausen vorerst keine Luftfilter anschaffen. Wie Bürgermeister Marcel Fath (FW) mitteilt, hat sich der Gemeinderat in der letzten Sitzung vor der Sommerpause vergangenen Donnerstag mit einem Stimmenpatt von neun zu neun Stimmen gegen den Kauf derartiger Geräte ausgesprochen.

Ein Votum, das jetzt auf Nachfrage der Dachauer Nachrichten bekannt wird, da diese Beratung im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung stattgefunden hat.

Dem Gemeinderat war von der Verwaltung „die Vergabe eines Auftrags von 14 Luftfiltergeräten zur Entscheidung vorgelegt worden“, so Fath. Im Neubau-Trakt der Schule gibt es bereits eine fest eingebaute Be- und Entlüftungsanlage, die für die nötige Frischluftversorgung sorgt. Dort stellt sich somit nicht die Frage nach zusätzlichen Luftfiltern.

In der Diskussion der Gemeinderäte ist laut Fath auf Kritik gestoßen, dass der Freistaat bisher keine verlässlichen Aussagen zum Präsenzunterricht im neuen Schuljahr treffe. „Es besteht die sehr realistische Gefahr, dass die Sachaufwandsträger am Ende für viel Geld unbrauchbaren Elektroschrott angeschafft haben.“ Zudem seien die „vollkommen undurchsichtigen und unrealistischen Förderbedingungen“ erst Anfang dieser Woche übermittelt worden. Und durch erhebliche Preissprünge „kann von einer 50-Prozent-Förderung längst keine Rede mehr sein.“ Dazu kämen umfangreiche technische Bedingungen, die eine Beschaffung unnötig erschwerten.

Aber es hätten sich auch Gemeinderäte für den Kauf von Lüftern ausgesprochen, um als Gemeinde alles zu unternehmen, was aktuell möglich ist. „Als Bürgermeister unterstütze ich die ablehnende Haltung“, betont Fath. „Viel lieber investiere ich das Geld unserer Gemeinde in eine solide Sanierung aller Klassenzimmern im Altbau, die eine aktive Be- und Entlüftung samt Filter und Wärmerückgewinnung beinhalten soll. Das ist nachhaltig, dient auch zukünftigen Schülergenerationen und unserer Umwelt.“

Außerdem könne das Petershausener Schulhaus anders als manch andere Schulgebäude „hervorragend belüftet werden“, zudem stehe in jedem Klassenzimmer eine CO2-Ampel. Daher mache er sich Bürgermeister „keine Sorgen um die Gesundheit unserer Schülerinnen und Schüler“, so Bürgermeister Fath.

Petra Schafflik

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