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Wie sieht die Zukunft aus? Die Prosecco-Drosseln gingen als Wahrsagerinnen.

Faschingszug Petershausen

Wie bei der Bahn: mit Verspätung

Fünf Wagen und 19 Fußgruppen bestimmten gestern das Bild des Petershausener Faschingszugs. Das sind relativ wenige Wagen. Aber das tat der Stimmung keinen Abbruch, denn die bunten Gruppen brachten mehr Farbe und Bewegung in den Zug.

Petershausen – Der Zug hatte Verspätung, denn ausgerechnet dem ersten Wagen mit der Lokomotive des Faschingskomitees Petershausen (FKP) mit dem Komitee-Wagen samt politischer Prominenz im Schlepptau war das Stromaggregat ausgefallen. Doch „Ingenieur Daniel Düsentrieb“, bürgerlich Erich Kosak, ließ flugs per Schaufellader Ersatz herankarren. Und nach tatkräftiger Mithilfe aller war das Malheur behoben und der Zug konnte mit gut viertelstündiger Verspätung starten.

Es folgte die Blaskapelle Petershausen unter dem Motto „Auf dem persischen Markt“. Helga Stempfl begrüßte im Namen des FKP alle von ihrem luftigen Ausguck aus, allen voran Feuerwehr, Polizei und die Heimatzeitung. Die Katholische Frauengemeinschaft Petershausen verlegte den „Karneval in Venedig“ mit ihren „Venezianischen Masken“ kurzerhand auf den Petershausener Straßenasphalt.

Dass der Strom eben nicht nur so einfach aus der Steckdose kommt, verdeutlichte die kleine Fußgruppe der Agenda-21-Gruppe Petershausen in ihren weißen „Strahlenschutzanzügen“.

Lokalpolitisch wurde es mit dem Rennstall Petershausen, der vom „unklaren Start“ „Volle Fath voraus Stang’al grad ins aus“ über den Hockenheimweg unter anderem vorbei am Hexenfreien Eck ins „ungewisse Ziel“ führte. Das Kinderprinzenpaar des Faschingsvereins Kammerberg-Fahrenzhausen Vivian I. und Benjamin I. verließ sein schwarzes Mercedes-Cabriolet am Pertrichplatz zum obligaten Prinzenwalzer. Im Schlepptau hatte es die Teenie- und die Erwachsenen-Garde, gefolgt vom großen Vereinswagen, auf dem ganz oben Prinz Josef II. und Prinzessin Isabella I. thronten.

Trachten mit Schafspelzen vertauscht hatten die Mitglieder des Heimat- und Trachtenverein „Glonntaler“. Ob das eine Reaktion darauf war, dass in Markt Indersdorf Lederhosen zu Faschingskostümen – wir berichteten – degradiert wurden, war nicht zu eruieren.

Die Feuerwehr Obermarbach sah die die „Welt am Abgrund“. Das ist daher für sie die richtige „Zeit für Superhelden“, dokumentiert durch ihren Faschingswagen. Die Fußball-Mamas forderten derweil eine sportliche Bildungspauschale.

Die Gemeinschaft Kollbach nahm den Hochsicherheitstrakt Petershausener Rathaus ins Visier ihres Spottes. Als Litfaßsäulen gingen die Vertreter des Kulturförderkreises Petershausen im Zug mit. In diesem Jahr dem bei Umzügen immer wieder dankbaren Thema „Wikinger“ hatte sich die Gruppe des Bauwagens Beil mit ihrem Wagen gewidmet. Und die Hütt’n Petershausen erklärte die ewigen Machos Bud Spencer und Terence Hill zum „Weltkulturerbe“.

Nachdem sich der Zug in der Jahnstraße kurz vor der Münchner Straße auflöste, wurde in der Mehrzweckhalle bis zum Abend weitergefeiert. Dabei verloste FKP-Vorsitzender Gottfried Stempfl drei Bierfässer unter den Zugteilnehmern. rds

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