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Eine effektvolle Lichtschau wurde zur Einweihung des neuen großen Löschfahrzeugs LF 20 inszeniert.

Hollywoodreife Show in Petershausen  

Feuriges Fest für Feuerwehrauto

140 Jahre gibt es die Feuerwehr Petershausen. Zum Geburtstag gab’s ein neues Löschfahrzeug. Und das wurde mit einer hollywoodreifen Show vorgestellt.

Petershausen – Einen doppelten Grund zum Feiern gab es jetzt für die Feuerwehr Petershausen: Zum einen wurde sie vor 140 Jahren gegründet, und zum anderen konnte sie mit dem LF 20 ein 16 Tonnen schweres Löschfahrzeug mit 3000 Liter Löschwasser-Fassungsvermögen in einer tollen Lichtschau einweihen. Letztere gab es nach einem gemeinsamen Zug vom Pfarrzentrum Sankt Laurentius zum Feuerwehrgelände.

Dort führte der Feuerwehr-Vereinvorstand um Manfred Gold auf einer großen Leinwand einen zehnminütigen Film über die Petershausener Wehr vor. Dann durchbrach von hinten aus der Garage kommend das neue LF 20 die papierene Leinwand und fuhr genau zwischen zwei Feuersäulen auf den Feuerwehrhof.

Dort segneten der evangelische Pfarrer Robert Maier und der katholische Diakon Gerhard Stoll in einer ökumenischen Feier das neue Feuerwehr-Schwergewicht. Denn laut Bürgermeister Marcel Fath hatte die Petershausener Feuerwehr noch nie ein so großes Fahrzeug.

360 000 Euro hat das neue Löschfahrzeug laut Fath gekostet. Landtagsabgeordneter Bernhard Seidenath wies daraufhin, dass der Freistaat Bayern gerne 110 000 Euro beigesteuert habe. Normal hätte es laut Fath nur 100 000 Euro Fördermittel gegeben. Doch weil Petershausen das Fahrzeug baugleich zusammen mit der Allgäu-Gemeinde Untrasried sozusagen im Doppelpack bestellte, gab es noch einmal 10 000 Euro extra. „Aber die finanzielle Anstrengung hat sich gelohnt, stellte Kreisbrandinspektor Paul Steier fest. „Denn damit wurde der Brandschutz gestärkt.“

Stellvertretende Landrätin Marianne Klaffki überreichte Feuerwehr-Vereinschef Manfred Gold und Kommandant Stefan Schneider ein Kuvert des Landkreises. Bürgermeister Fath bewunderte die enorme Teamleistung im Zusammenhang mit dieser Fahrzeugbestellung. Denn alle Einsatzszenarien seien jetzt auf das neue Fahrzeug genauso wie auf das andere große Fahrzeug für die technische Hilfeleistung ausgerichtet, neu geplant und schon im Training eingeübt worden.

2014 habe man sich erstmals Gedanken gemacht, so Schneider. Den Antrag habe der Gemeinderat dann im Februar 2016 mit 19:0 Stimmen gebilligt. Im Juli 2017 wurde das Rohfahrzeug von MAN ausgeliefert und am 12. Oktober traf das fertige Löschfahrzeug in Petershausen ein.

Klaffki und Seidenath rühmten die effektvolle Lichtschau zur Fahrzeugeinweihung als Maßstäbe setzend. Robert Holzheu, Kommandant der Untrasrieder Feuerwehr, die das Zwillingsfahrzeug erhalten hat, überreichte seinem Petershausener Kollegen ein kleines Geschenk.

Nach den Festreden zogen die Festteilnehmer zum Pfarrzentrum zurück. Dort ehrten Vereinschef Manfred Gold und sein im Frühjahr neu gewählter Vorstand die Amtsvorgänger Benedikt Höß, Roland Friedl, Martin Scherbaum und Günther Rapf.

Vor dem Abendessen im großen Pfarrsaal überreichte der Vorstand der Partnerfeuerwehr Pötzmes in der Hallertau, Franz Peter Schneider Hallertauer Hopfen-Gold als Gastgeschenk. Die Partnerfeuerwehr hatte zur musikalischen Gestaltung des Abends die Schlossberg-Muskanten Degernbach organisiert, weil die Petershausener Blaskapelle just an diesem Tag auf Reisen war.

rds

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