Mann mit Bart
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Walter Fröhlich Fischereivereinsvorsitzender

Fischereiverein in Petershausen entwickelt pandemiebedingte Strategie für den Nachwuchs

Neues Konzept, um die Jugend zu fördern

  • Petra Schafflik
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Petershausen – Da gibt es eine aktive Jugendgruppe im Verein, doch wegen Corona ist das übliche Angebot der Jugendbetreuer momentan nicht möglich. Beim Glonntaler Fischereiverein in Petershausen haben sich die Verantwortlichen genau in dieser Situation nun ein spezielles Konzept überlegt.

VON PETRA SCHAFFLIK

„Denn wir haben viele junge Neuzugänge, da müssen wir auch was anbieten“, sagt Vorsitzender Walter Fröhlich. Auch wenn mit dem Ostermeier-Weiher am Heimweg ein eigenes Fischwasser für die Jugend bereitsteht: Gemeinsame Aktionen der beiden Jugendbetreuer zusammen mit allen 20 Jugendlichen, das geht aktuell nicht. „Trotzdem wollen wir die jungen Leute an die frische Luft rausbekommen, ob sie dann auch etwas fangen, ist erst einmal zweitrangig.“

Damit die Nachwuchsfischer im Alter von zehn bis 17 Jahren beim Angelsport betreut werden, richtet der Verein jetzt einen Pool aktiver Mitglieder ein, die sich als Jugendaufsicht zu Verfügung stellen. Diese erfahrenen, erwachsenen Fischer sollen sich dann mit jeweils einem Jungfischer zum Angeln treffen. Die jungen Leute sehen so am Vorbild, „wie man sich verhält, wie man sein Material herrichtet.“ Die Jugendaufseher geben Wissen über Fische, deren Umfeld und das Angeln weiter.

Das Engagement als Jugendaufsicht wird den Mitgliedern anteilig als Arbeitsdienst angerechnet, den mit zehn Stunden im Jahr alle leisten müssen. In der Pandemie gibt es keine Vereinsfeste, wo Hilfe gefragt ist. Die Jugendaufsicht ist eine Möglichkeit, sich einzubringen.

Von der Resonanz ist Fröhlich begeistert. Nach kurzer Zeit haben sich zehn Mitglieder als Jugendaufsicht gemeldet. Die müssen nun noch ein erweitertes Führungszeugnis bringen, wie es für Jugendarbeit Pflicht ist. Dann kann es losgehen. Über eine Chatgruppe wird man Kontakte halten, die Jugendleiter Johann Burger und Florian Binder werden alles koordinieren. Der Aufwand, ein neues Jugendkonzept zu entwickeln, lohnt sich, davon ist Vereinschef Fröhlich überzeugt. „Denn Corona wird uns wohl so schnell noch nicht verlassen.“

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