Entlang der Verbindungsstraße zwischen Petershausen und Kollbach kann sich der Gemeinderat eine bienenfreundliche Blühfläche vorstellen. Doch schon 2017 hat die Untere Naturschutzbehörde aus Sorge um den Artenschutz die Idee abgelehnt. Jetzt will die Gemeinde nochmal anfragen. Foto: psä
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Entlang der Verbindungsstraße zwischen Petershausen und Kollbach kann sich der Gemeinderat eine bienenfreundliche Blühfläche vorstellen. Doch schon 2017 hat die Untere Naturschutzbehörde aus Sorge um den Artenschutz die Idee abgelehnt. Jetzt will die Gemeinde nochmal anfragen. Foto: psä

In der Gemeinde Petershausen werden Standorte diskutiert

Nicht jede Grünfläche eignet sich als Blühwiese

  • Petra Schafflik
    vonPetra Schafflik
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Auch wenn schon an verschiedenen Stellen der Gemeinde Petershausen bienenfreundliche Blühwiesen wachsen, könnten es noch mehr sein.

Petershausen – Das finden die Fraktionen von CSU und Grünen, die per Antrag drei weitere Standorte vorgeschlagen haben. Doch nicht jede Grünfläche eignet sich, wie sich in der ersten Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause jetzt zeigte.

So hatte die Straße zwischen Petershausen und Kollbach – so lautet Vorschlag eins des Antrags – die Gemeinde bereits 2017 im Auge, erklärte Bürgermeister Marcel Fath (FW). Eine entsprechende Anregung wurde damals ans zuständige Straßenbauamt des Landkreises geleitet. Doch die Untere Naturschutzbehörde legte ein Veto ein, man befürchte „negative Effekte auf den Artenschutz“. Ein Argument, das im Gremium für Erstaunen sorgte. „Nicht akzeptabel“, schimpfte Gerhard Weber (CSU). Blühstreifen gebe es allerorten neben Fahrbahnen, „und auf jeder Straße wird gefahren“. Schließlich einigten sich die Räte hier darauf, dass die Gemeinde erneut einen Antrag an den Landkreis richten soll.

Sicher ist dagegen, dass sich ein Blühstreifen entlang der Mitterfeldstraße neben dem künftigen Radweg – Standortvorschlag zwei – nicht umsetzen lässt. Diese Grünfläche hat die Funktion einer Entwässerungsrinne, muss daher regelmäßig gemäht und das Schnittgut sofort entsorgt werden, damit die nachfolgenden Entwässerungsrohre nicht verstopfen. Doch bienenfreundliche Blumen und Gräser werden künftig zumindest auf einem Teil der Münchner Straße sprießen.

Im Kreuzungsbereich der Jahnstraße geht die Verkehrssicherheit der querenden Schulkinder vor. Wo große Straßenbäume wachsen, würde die Bewirtschaftung der Blühfläche die Baumwurzeln schädigen. Doch entlang der Garagenwände kann eine Blühwiese angelegt werden, so der Rathauschef.

Auch wenn die Ausbeute des Antrags nicht groß ist: Allgemein seien Verwaltung und ganz speziell der Bauhof längst bemüht, geeignete Flächen im Ort zu finden und anzulegen, erläuterte der Rathauschef. So wurden etwa am Bahnhofsplatz, am Ostermeier-Weiher oder am Sportplatz schon Blühwiesen angesät. Auch Bürger und Vereine engagierten sich mit Patenschaften für kleinere Areale überall im Dorf.

Diese Strategie bekräftigte der Gemeinderat einstimmig mit einem Grundsatzbeschluss. Danach soll die Verwaltung weiter als Blühflächen geeignete Areale identifizieren, zudem Gemeinderat und Öffentlichkeit regelmäßig über Maßnahmen und Fortschritte informieren.

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