Zwei Gebäude
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Damit die Schüler den neuen Pausenhof sicher nutzen können, wird an der Rathausfassade ein Baugerüst aufgestellt. Das schützt vor Ziegeln, die vom maroden Dach stürzen könnten.

Zum Schutz vor herabfallenden Ziegeln

Rathaus in Petershausen wird wieder eingekleidet - Baugerüst an der Fassade

  • Petra Schafflik
    vonPetra Schafflik
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Das Petershauser Rathaus bekommt wieder ein Baugerüst an die Fassade. Der Grund: Das Dach ist marode. Bei Sturm könnten lose Ziegel vom Dach fliegen.

Petershausen – Für die Petershausener ist es längst ein gewohnter Anblick: Mit Baugerüsten an der Fassade und einer hölzernen Überdachung am Eingang macht das Rathaus schon seit Jahren einen eher baufälligen Eindruck. Getroffen wurden diese Maßnahmen 2016, um Passanten vor Ziegeln zu schützen, die bei Sturm vom maroden Dach herunterfallen könnten.

Doch nicht nur das Dach des Gebäudes ist sanierungsbedürftig. Der gesamte Bau, 1914 als Dorfschule errichtet, ist nicht im besten Zustand. So sind etwa auch Brandschutz und Elektrik nicht auf dem aktuellen Stand. In der vorigen Legislaturperiode diskutierte der Gemeinderat verschiedene Optionen, traf aber keine Entscheidung. Nun wird das Problem akut: Das undichte Dach, das auf morschen Balken ruht, „hält mehr als drei Jahre wohl nicht mehr“, informierte Bürgermeister Marcel Fath die Gemeinderäte im Bauausschuss.

Wie sich jetzt gezeigt hat, ist zudem die Statik des Baus so fragil, dass nicht einmal eine Trockenbau-Zwischenwand eingezogen werden kann, um ein zusätzliches Büro zu schaffen. „Schon dieses Gewicht ist zu viel.“

Problematisch sei auch, dass die Decken der oberen Etage an den Dachbalken aufgehängt sind. „Eine einfache Sanierung geht nicht, der gesamte Dachstuhl muss erneuert werden.“ Doch bevor Arbeiten geplant werden, müssen sich die Gemeinderäte über die künftige Nutzung des Gebäudes einig werden.

Im Gespräch war in den Vorjahren auch, die Gemeindeverwaltung anderswo unterzubringen und das Rathaus als Bürgerhaus für Volkshochschule und Musikschule zu sanieren. In jedem Fall will sich der Gemeinderat nun zügig mit dem Thema befassen. „Denn wir haben keine Zeit mehr“, mahnte Fath.

Vor diesem Hintergrund ist es nur eine Formalie, dass an der Rathausfassade zum Schulhof und zur Münchner Straße wieder Schutzgerüste installiert werden. Dort waren sichernde Bauzäune entfernt worden, solange die Arbeiten für die Schulerweiterung liefen. In dieser Zeit war sowieso das gesamte Areal zwischen Rathaus und gegenüber liegender Schule komplett abgesperrt. Nun aber wird in wenigen Wochen der neue Pausenhof fertig sein.

Damit die Schulkinder das Areal auch nutzen können, wird ein Schutzgerüst installiert. Das ist mit Kosten von etwa 18 500 Euro im Jahr zwar teurer als ein simpler Bauzaun, braucht aber keinen Sicherheitsabstand zum Gebäude. So bleibt den Schülern mehr Platz zum Rennen und Spielen. Deshalb billigten die Gemeinderäte einstimmig das Gerüst.

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