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Die Brachfläche an der Rosenstraße sorgt seit Jahrzehnten für Diskussionen. Hinten links verläuft die Bahnstrecke nach München.

Planungen für neues Wohnbaugebiet in Petershausen

„Quartier Rosenstraße“: Fath beruhigt besorgte Anwohner

Die Planungen für das „Quartier Rosenstraße“ in Petershausen erhitzen seit Monaten die Gemüter. Jetzt hat sich Bürgermeister Marcel Fath erneut mit einem offenen Brief an die Bürger gewandt.

Petershausen – Überdimensionierte Wohngebäude, die wie „klobige Türme“ wirken, eine problematische Straßenführung, kaum Infrastruktur wie Kitas oder Arztpraxen – die Liste der Kritikpunkte an der vorgesehenen Bebauung ist lang. Im März hatten rund 260 Bürger mit einer Unterschriftensammlung gegen das Projekt protestiert. Bürgermeister Fath sicherte daraufhin den Anwohnern einen „konstruktiven und offen geführten Dialog“ zu (wir berichteten). Noch vor der Sommerpause wollte Fath zu einer Diskussionsveranstaltung einladen, schrieb er in einem offenen Brief im April dieses Jahres.

Das Treffen fand am 28. Mai im Rathaus statt. Wie Fath vergangene Woche in einem erneuten offenen Brief schreibt, konnte er dort mit sieben Anliegern über das Bauprojekt diskutieren. Erstmals, so der Bürgermeister weiter, würden die Mitbürger eng in das Planungsgeschehen eingebunden. „Ihre konstruktive und wohlwollende Unterstützung ist hierbei entscheidend für eine gemeinschaftlich getragene, erfolgreiche Quartiersentwicklung“, schreibt er den Anwohnern.

In dem offenen Brief verspricht Fath, bis zum Herbst ein Entwässerungskonzept für das Bauprojekt vorzulegen. Damit will er den Sorgen einiger Anwohner Rechnung tragen, die gerade bei heftigen Regenfällen um die Sicherheit ihrer Häuser fürchten.

Entwarnung gibt er hingegen bereits beim zu erwartendem Autoverkehr – einem der zentralen Kritikpunkte an dem Projekt. Laut Gutachten werde der Verkehr in weit geringerem Maße zunehmen als erwartet. Zudem setzen Verwaltung und Gutachter inzwischen auf eine sternförmige Erschließung, um Durchgangsverkehr weitgehend zu vermeiden. Damit wäre eines vor vier Quartiersteilen nur über jeweils eine Straße erreichbar. Durch diese Streckenführung wären „Fehlnutzungen“, beispielsweise Parksuchverkehr, weitgehend ausgeschlossen. Im Boden versenkbare Poller sollen Rettungs- und Servicekräften oder Radfahrern die ungehinderte Durchfahrt ermöglichen. Das gesamte Quartier soll außerdem ein verkehrsberuhigter Bereich („Spielstraße“) werden und als Anwohnerparkzone ausgewiesen werden. Dazu müsste es für Petershausen allerdings eine Ausnahmegenehmigung geben.

Fath appelliert in seinem Brief an die Anwohner, das Projekt „wohlwollend im Umgang und konstruktiv in der Kritik“ zu entwickeln. Es schaffe hochwertiges Wohnen im Eigentum wie auch dringend benötigtes sozialverträgliches Wohnen in Miete. Außerdem verweist der Bürgermeister auf die direkte Anbindung an den Bahnhof. Das sei eine „regional einzigartige Lage“.

Im Herbst, so verspricht er in dem Schreiben, soll die nächste öffentliche Bürgerbeteiligung in Form eines Planungsworkshops stattfinden. Ein Planungsteam treffe dafür gerade die notwendigen Vorbereitungen.

OLIVER GIERENS

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