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Wie der Verkehr für das neue Petershauser Rosengarten-Quartier erschlossen werden kann, soll ein Gutachten bis Ende Mai klären.

Diskussion um Petershauser Neubaugebiet Rosenstraße

Bürgermeister Fath vertröstet Anwohner

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In einem offenen Brief sichert Bürgermeister Marcel Fath (FW) den Anliegern des Neubaugebiets Rosenstraße einen „konstruktiven und offen geführten Dialog“ zu.

Wie berichtet, hatten die Anwohner Mitte März mit einer Unterschriftenliste ihren Protest gegen die bisherigen Planungen zum Ausdruck gebracht (wir berichteten). Am Samstag erhielten sie eine Antwort von Fath auf ihren drei Seiten umfassenden Brief.

„Wir sind ein bisschen enttäuscht, weil die Aussagen in dem Schreiben nicht sehr konkret sind“, sagt Monika Friedl, eine der Initiatoren der Unterschriftenliste. Aber vermutlich könne Fath noch keine genaueren Angaben machen, so Friedl, weil die Planungen noch nicht so weit fortgeschritten seien.

Das geplante Baugebiet Rosenstraße umfasst eine Fläche von rund 46 000 Quadratmeter. Wesentliches Ziel ist laut Fath die Schaffung von Wohnraum. Seit drei Jahrzehnten werde die Entwicklung der Fläche kontrovers diskutiert und sei immer wieder gescheitert. In den vergangenen vier Jahren sei nun ein städtebauliches Konzept abgestimmt worden, dessen Zwischenergebnis im vergangenen November den Bürgern vorgestellt wurde. „Unsere Mitbürger wurden explizit eingeladen, ihre Ideen und Einwendungen dazu an das Planungsteam zu richten“, so Fath. Vor der Übergabe der Unterschriftenliste sei davon jedoch nur eingeschränkt Gebrauch gemacht. Die Unterzeichner hatten Befürchtungen vor allem hinsichtlich der Geschossflächenzahl und Verkehrsführung.

In seinem offenen Brief vertröstet Fath auf das Verkehrsgutachten, „das auf einen umfangreichen Teil Ihrer Einwendungen Bezug nehmen wird. Nur auf dieser soliden fachlichen Grundlage sind belastbare Aussagen zu den von Ihnen vorgebrachten Vorschlägen möglich“. Das Gutachten werde bis Ende Mai vorliegen. Fath verspricht weiter: „Die sich daraus ergebenden Lösungsansätze möchte ich gerne noch vor der Sommerpause des Gemeinderates mit Ihnen in einer eigenen Dialogveranstaltung gemeinsam bearbeiten.“ Danach werde der Gemeinderat über die Resultate aus dem Bürgerdialog zum Quartier Rosenstraße beraten und Beschluss fassen. „Eine Behandlung wird, soweit die Rechtslage nichts anderes regelt, grundsätzlich öffentlich stattfinden“, so Fath.

„Einige Sorgen möchte ich Ihnen bereits jetzt nehmen“, so der Gemeindechef weiter. Die Anwohner sorgten sich, dass die Haupterschließungsstraße vom Industriering über die Rosenstraße führen sollte. Doch laut Fath sei eine Durchgangsstraße parallel zur Marbacher Straße nie Gegenstand der Konzeption gewesen. „Die Befürchtungen dazu gründen wohl in einem Missverständnis der grafischen Pläne.“ Außerdem betont Fath, dass sich die Gemeinde auf das Wachstum „vorbildlich vorbereitet“: mit der Erweiterung der Grundschule, dem Ausbau der Kinderbetreuung einschließlich Neubauvorhaben, der Vergrößerung des P&R-Platzes sowie der Verbesserung der Nahversorgung mit dem Vollsortimenter Edeka und dem Drogeriemarkt Rossmann, der Sanierung der Wasser- und Abwasserinfrastruktur sowie der Erweiterung des Feuerwehrstandortes Petershausen. Schließlich erklärt Fath nochmals, dass es ihm ein besonderes Anliegen sei, „in diesem wichtigen Prozess auch weiterhin wie geübt alle Mitbürgerinnen und Mitbürger einzubinden. Der transparente und gewissenhafte Umgang mit unterschiedlichen Meinungen und Ansichten ist mir ein zentrales Anliegen.“

Darüber sind Monika Friedl und ihre Mitstreiter natürlich erfreut, „wir freuen uns auf die Diskussion und erhoffen uns hier Zugeständnisse“. Dennoch hatte sich die Anwohnerin von der Antwort des Gemeindechefs mehr erwartet.

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