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Petershausen erhöht Kita-Gebühren - Gemeinde legt Personal-Zulage auf Eltern um

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Von: Petra Schafflik

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Petershausen erhöht die Kita-Gebühren Symbolbild: DPA
Petershausen erhöht die Kita-Gebühren Symbolbild: DPA © Sebastian Kahnert

Eltern in Petershausen müssen sich auf höhere Kita-Gebühren einstellen. Ab September werden mit dem Start ins neue Betreuungsjahr die Beiträge für Krippe, Kindergarten, Hort und Mittagsbetreuung steigen.

Petershausen - Betroffen von der Erhöhung sind im Ort viele Familien, denn aktuell besuchen etwa 300 Mädchen und Buben einen Kindergarten, 76 Kinder werden in einer der Krippen betreut, 77 Schulkinder gehen in den Hort, 72 in die Mittagsbetreuung. Wie viel mehr Geld Eltern künftig für die Betreuung ausgeben müssen, wird von Einrichtung zu Einrichtung variieren. „Das hängt vom Träger, den Buchungszeiten und der Kostenstruktur ab“, schreibt Bürgermeister Marcel Fath (FW) jetzt in einer Pressemitteilung. Im Durchschnitt wird die Anhebung 60 Euro pro Monat und Kind betragen. Die Belastung der Eltern werde aber gemildert durch den staatlichen Zuschuss zu den Elternbeiträgen von monatlich 100 Euro, betont Fath. „Dadurch zahlen Eltern beispielsweise im gemeindlichen Kindergarten heute bei einer täglichen Betreuungszeit von neun bis zehn Stunden aktuell nur 70 Euro im Monat.“ Künftig kommen hier die etwa 60 Euro drauf.

Auslöser für die Gebührensteigerung ist die Einführung der sogenannten Großraumzulage für die Kita-Beschäftigten in allen Einrichtungen in Petershausen. Dieser Zuschuss zum Gehalt gewähre den Kinderpflegerinnen und Erzieherinnen „einen fairen Ausgleich zu den höheren Lebenshaltungskosten hier im Ballungsraum München“, betont der Rathauschef. Doch für die Träger der Kinderbetreuung bedeutet das höhere Personalkosten von monatlich bis zu 270 Euro pro Mitarbeiter.

Für die Beschäftigten der Gemeinde hatte der Gemeinderat die Großraumzulage in Form einer „Petershausen-Zulage“ bereits im Oktober 2019 mit Wirkung ab 2020 beschlossen. „Nun müssen die Träger der Kinderbetreuung im Gemeindebereich nachziehen“, informiert Fath.

Über die Finanzierung der Großraumzulage haben die Kita-Träger mit der Gemeindeverwaltung in zwei Sitzungen des Arbeitskreises Kinderbetreuung intensiv diskutiert, berichtet Fath. Einig war man sich, dass die Gemeinde, die jährlich schon mehr als 2,3 Millionen Euro für die Kinderbetreuung aus eigener Tasche zahlt, nicht auch noch die Großraumzulage der Träger ausgleichen kann. „Daher hat sich der Arbeitskreis Kinderbetreuung einvernehmlich für eine Finanzierung über höhere Elternbeiträge ausgesprochen“, teilt Fath mit. „Im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte und zur langfristigen Sicherstellung hochwertiger Kinderbetreuungsplätze in unserer Gemeinde ist dieser Schritt unabdingbar.“ Vor diesem Hintergrund sei die Anpassung „gerechtfertigt und für die meisten Familien tragfähig“. Wo für Eltern Härte entstehen, verweist der Bürgermeister auf Beratungs- und Zuschussmöglichkeiten.

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