Diskussion im Gemeinderat

Wer baut Petershausen ein neues Rathaus?

Über die Zukunft des Petershausener Rathauses hat der Gemeinderat diskutiert. Denn das alte Schulhaus kann dafür nicht mehr lange genutzt werden. Drei Lösungen liegen auf dem Tisch.

Petershausen– Wie soll es mit dem Sanierungsfall altes Schulhaus, genutzt als Petershausens Rathaus, weitergehen? Diese Frage erörterten die Gemeinderäte in der jüngsten Sitzung. Es ging um zwei Varianten, denen der dritte Bürgermeister Josef Gerer (CSU) noch eine dritte hinzufügte. Ein Beschluss ist für Januar geplant.

„Über zwei Jahrzehnte hat sich niemand an der Nutzung als Rathaus gestört“, stellte Bürgermeister Marcel Fath (FW) fest. Doch jetzt drohe wegen dieser fehlenden baurechtlichen Genehmigung sowie Mängeln bei Brandschutz und Dachstuhl ein Ende dieser Nutzung.

Verwaltungsgeschäftsführer Daniel Stadelmann stellte zwei Alternativen vor. Variante eins: Generalsanierung mit Dachausbau, Containerkosten für die ausgelagerte Verwaltung während zwei bis zweieinhalb Jahren Umbauzeit sowie zweimaliger Umzugs- und IT-Kosten zu rund 4 Millionen Euro ohne jegliche Fördermittel.

Variante zwei: Neubau an anderer Stelle zu 3,1 Millionen Euro und der Möglichkeit, Fördermittel dann auch fürs alte Schulhaus zu bekommen, wenn dieses zu einem Bürgerhaus umgebaut würde. Da sei dann kein Dachausbau nötigt. Außerdem spare man sich einmal Umzugs- und IT-Kosten sowie den Aufwand für die Container-Zwischenlösung.

Gerer regte an, das derzeitige alte Feuerwehrgelände an der Kirchstraße 32 mit einem Bürgerhaus zu bebauen, aber es während der Sanierung des alten Schulhauses erst einmal als Rathaus zu nutzen. Damit bleibe das Rathaus mehr in der Ortsmitte.

Auch Gerhard Weber (CSU) sah darin eine wirtschaftlichere Alternative, da man sich die von Stadelmann genannten Container-Kosten von knapp 400 000 Euro für 18 Monate spare.

Doch da widersprachen Fath und FW-Fraktionsvorsitzende Andrea Stang. Vor 2020 bis 2022 sei nicht mit einem Umzug der Feuerwehr ins neue Feuerwehrhaus an der äußeren Indersdorfer Straße zu rechnen, so der Bürgermeister. Doch solange würde das Landratsamt nicht stillhalten. Stang erklärte, bei einer Nutzung als Rathaus gebe es auch die erwarteten 800 000 Euro Fördermittel fürs Bürgerhaus nicht.

Zweiter Bürgermeister Wolfgang Stadler (SPD) forderte eine öffentliche Veranstaltung wie bei der Schulerweiterung. Stadelmann wies darauf hin, dass die Gemeinde per Ausschreibung auch einen Interessenten suchen könne, der auf einem geeigneten Grundstück ein Rathaus mit den benötigten 900 Quadratmetern Fläche errichte.

Auch Teileigentum oder Mietkauf wären optional denkbar. Wer baut also Petershausen ein neues Rathaus?

Reinhard-Dietmar Sponder

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