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Heiße Diskussion am Runden Tisch: Petershauser Bürger bei der Planungswerkstatt

Umstrittenes Baugebiet in Petershausen

Planungswerkstatt: Bürger haben viele Ideen

Auf großes Interesse stieß die Planungswerkstatt zum Petershauser Baugebiet Rosenstraße. An Runden Tischen debattierten mehrere hundert Bürger in der Mehrzweckhalle über die Planungen.

Petershausen Bis 2029 soll Petershausen 8146 Einwohner haben, wie in der jüngsten Gemeinderatssitzung deutlich wurde (wir berichteten). Wegen des Projekts Rosenstraße sei noch weiteres bisher ungeplantes Wachstumspotenzial in dieser Zahl enthalten, hieß es im Plenum. Doch dazu muss das seit Jahren heiß diskutierte Vorhaben erst einmal Realität werden. In einer Planungswerkstatt kamen nun endlich die Bürger zu Wort. Gleich mehrere hundert pilgerten in die Mehrzweckhalle der Grundschule und diskutierten in Arbeitsgruppen mit Gemeinderäten, Planungsexperten und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung. Moderiert wurde die Veranstaltung von Gisela Wachinger, Geschäftsführerin des Unternehmens pro re.

Dabei kam viel Konstruktives auf die Runden Tische – als Ergänzung zu dem Ende 2018 präsentierten städtebaulichen Konzept (siehe Kasten), das viele, aber längst nicht alle Gemeinderäte sowie Anwohner überzeugt hatte. „Es geht heute, darum alle Informationen zum bisherigen Planungsstand transparent zugänglich zu machen und die Fragen dazu zu beantworten“, so Bürgermeister Marcel Fath.

Großes Thema am Tisch Verkehr: die Zufahrten ins neue Wohnviertel. Am Ende sprachen sich die Bürger dort dafür aus, den Verkehr möglichst gleichmäßig zu verteilen und: keinen Durchgangsverkehr durchzulassen.

Am Thementisch Städtebau fokussierte sich alles auf die vierstöckige Bebauung. Entlang der Bahn, so waren sich die Bürger mit den Planern einig, sollten solche Gebäude entstehen. Wegen des Schallschutzes seien diese unumgänglich, hieß es. Vierstöckige Häuser in unmittelbarer Nachbarschaft zu den bestehenden Wohngebieten sahen die Anwohner kritisch, nicht zuletzt, weil sie sich die Wirkungen nicht recht vorstellen konnten. Die reale Optik sei aus den Plänen nicht gut zu ersehen.

Die Gruppe Nachhaltigkeit und Energie brachte einige konkrete Vorschläge vor. So wünschen sich die Bürger etwa einen Hofladen, Räume zur gemeinschaftlichen Nutzung, ein Ärztehaus, Gastronomie oder genossenschaftliche Baumodelle.

Am Ende war von den Bürgern oft zu hören, dass sie nun besser aufgeklärt seien, was das Projekt angeht. Und viele waren zufrieden, dass sie sich – spät aber doch -– endlich einbringen konnten. 

Die Ergebnisse der Planungswerkstatt werden nun dokumentiert und am 16. Januar im Gemeinderat vorgestellt.

yo

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