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Das neue Feuerwehrhaus: Auf dem etwa 7000 Quadratmeter großen Grundstück südlich der Westringsiedlung entsteht der Bau mit sieben Stellplätzen. 

Neues Feuerwehrhaus für 7,3 Millionen Euro

Endlich genug Platz für die Feuerwehr

Dem Neubau des Petershauser Feuerwehrhauses steht nichts mehr im Weg. Einstimmig hat der Gemeinderat dem Vorhaben mit einer Kostenschätzung in Höhe von knapp 7,3 Millionen Euro zugestimmt.

Petershausen – Voll des Lobes war Bürgermeister Marcel Fath (FW) über die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Petershausen. In mehreren Runden habe man gemeinsam versucht, die Pläne für das neue Feuerwehrhaus abzuspecken – um Kosten zu sparen. „Es war immer konstruktiv und ergebnisorientiert, was außergewöhnlich ist“, betonte Fath. Der Spielraum sei allerdings durch gesetzliche Vorgaben und Anforderungen der Feuerwehr begrenzt.

Das bisherige Feuerwehrhaus in der Kirchstraße erfüllt weder räumlich noch von der beengten Lage mitten im Wohngebiet her die Voraussetzungen für die heutige Feuerwehr. Verena Wocheslander vom Büro Kplan AG Abensberg stellte dem Gemeinderat die Planung mit Kostenschätzung vor.

Auf dem etwa 7000 Quadratmeter großen Grundstück südlich der Westringsiedlung entsteht ein Gebäude mit sieben Stellplätzen und einem Waschplatz für die Feuerwehrfahrzeuge. Bei Bedarf kann später noch erweitert werden. Untergebracht sind Räume für die Technik, Erste Hilfe, Besprechungen sowie im Obergeschoß für Büro, Schulungen, Jugend, Küche und Toiletten sowie Lager. Für Übungen stehen ein Turm, der in leichterer Bauweise teils offen und teils geschlossen errichtet wird, sowie eine Fläche für Brandschutzeinsätze bei Autos zur Verfügung. Ein- und Ausfahrt sind getrennt. Das Gebäude mit Pultdach ist in Grautönen aufgelockert mit Rot gehalten. Für den eigenen Strombedarf ist eine Photovoltaikanlage vorgesehen. Die Außenanlagen sind laut Michael Luska von der Freiraum GmbH Dachau soweit wie möglich nicht versiegelt.

Einen Spielraum für weitere Kosteneinsparungen gebe es nicht, erklärte er auf Nachfrage von Wolfgang Stadler (SPD). Die Kosten seien gegenüber den ersten Plänen bereits um über 300 000 Euro gesenkt worden. „Mit 150 Euro netto pro Quadratmeter liegen wir im Normbereich“, so Luska. Bei den geschätzten Kosten von 7,28 Millionen Euro sind noch nicht die Kosten für die Anbindung an die Indersdorfer Straße und für die Erschließung für Wasser (270 000 Euro) und Abwasser (170 000) enthalten, informierte Fath. „Wir haben uns lange den Kopf zerbrochen, und es ist erreicht, was dringend benötigt wird“, stellte Kommandant Stefan Schneider zufrieden fest.

Nach Planer Christian Lanzinger stehen nun folgende Schritte an: Kostenberechnung der einzelnen Bauteile, Baugenehmigungen und Ausführungsplanung mit schrittweiser Ausschreibung. Zu erwarten sind etwa 480 000 Euro an staatlichen Zuschüssen. Ohne weitere Diskussion stimmten die Gemeinderäte dem Bau einstimmig zu.

ch

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