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Gelungener Abend: Florian Blickle und Eugen Tluck, Leiter des Petershausener Kammerorcheste rs.  

Kulturförderkreis Petershausen

Leidenschaftliche Sommerserenade

Die Sommernachtsserenade im Schloss Hohenkammer war ein Publikumsmagnet. Das Petershausener Kammerorchester brachte die Zuhörer gleich mit Schuberts Ballettmusik „Rosamunde“ zum Schwingen.

Petershausen/Hohenkammer – Nach dem ersten Stück öffnete sich die Seitentür des Saales und Wunderkerzen, eine Geburtstagstorte mit einer sprühenden 40 und zwei große goldene Luftballons mit der 40 wurden hereingetragen. Barbara Blickle bedankte sich bei Eugen Tluck, dem Leiter des Petershausener Kammerorchesters und Mitbegründer des Kulturförderkreises, für die jahrzehntelange Arbeit für den Kulturförderkreis Petershausen, der in den 40 Jahren 750 Veranstaltungen auf die Beine gestellt hatte: Konzerte, Theater, Lesungen, Kunstausstellungen, Ausfahrten und vieles mehr.

Heiter ging es weiter mit Mozarts Marsch „Alle Turca“, gefolgt von der hinreißenden „Konzertanten Symphonie“ von Mozart für Violine und Viola in Es-Dur. Der 20-jährige Florian Blickle mit seiner Violine und Eugen Tluck an der Viola spielten sich virtuos die Solomelodien zu. Dieses Frage- und Antwortspiel fand auch zwischen den Solisten und Orchester statt, das satt streichend auf die Solostimmen antwortete. Zugleich mitreißend temperamentvoll und dann wieder zart schmelzend erklangen die Duett-Melodien, die unter die Haut gingen. Begeisternd wurden auch die schwierigen Passagen gemeistert, das Zusammenspiel der Solisten bewegte die Zuschauer, die begeistert mit anhaltendem Applaus das Spiel der Solisten und des Orchesters belohnten.

Nach der Pause folgte ein weiterer Höhepunkt. Pavel Voiler und sein erst elf Jahre alter Sohn Samuel musizierten Franz Dopplers Andante und Rondo für zwei Querflöten. Sie spielten nicht nur auf goldenen Flöten, sondern entlockten diesen auch herrliche, samtene Töne.

Was nun folgte, war Leidenschaft pur. Eugen Tluck erhob sich zu Jo Knümanns „Rumänisch“. Er entlockte seiner Geige erdige, schwermütige Klänge, die sich gleich darauf in tänzerische Leichtigkeit und perlende Tonkaskaden verwandelten.

Der wunderbare Ungarische Tanz Nr. 6 beschloss das Programm. Die furiosen, erdigen Zigeunerklänge tönten hier etwas wienerischer, wie begleitet von einem Lächeln. Der herrliche Wechsel zwischen langsamen und schnellen Stellen war wunderbar musiziert und herausgearbeitet vom Orchester. Stürmischer Beifall vom begeisterten Publikum, das eine Zugabe forderte und sie auch bekam: Johannes Brahms ungarischer Tanz Nr. 5. Das Orchester spielte ihn als komplette Einheit, ein Atem, ein Bogenstrich, ein temperamentvoller Klangkörper.

gottfried möckl

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