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SPD macht sich über sich selbst lustig: In einem Sketch schlüpften (v. l.) Wolfgang Stadler, Karl Kühbandner und Hildegard Schöpe-Stein in die Rollen führender Sozialdemokraten und nahmen die Partei aufs Korn.

SPD feiert 70. Geburtstag

Petershausens älteste Partei

Heimatvertriebene haben die Petershauser SPD vor 70 Jahren gegründet. Dieses Jubiläum hat der Ortsverein gefeiert. Denn die Partei ist sogar deutlich älter als die CSU in Petershausen.

Petershausen – Die älteste politische Partei in Petershausen, die SPD, feierte ihr 70-jähriges Bestehen bei einem Swing- und Jazz-Frühschoppen im Biergarten der Sportgaststätte Olympia. Damit entstand sie 21 Jahre vor Gründung der Orts-CSU.

Der Weg ist das Ziel, so könnte man die launige und informative Begrüßungsrede der SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Hildegard Schöpe-Stein überschreiben. Sie sprach dabei zu Zuhörern aus allen politischen Lagern. Schöpe-Stein ist nach Therese Püscher (1953 bis 1975) bereits die zweite Frau, die den Petershausener SPD-Ortsverein führt.

Rund 70 Heimatvertriebene, vor allem aus Karlsbad, hatten die Petershauser SPD 1947 gegründet. Die Anbindung an die S-Bahn begünstigte 1972 eine zweite Zuwanderungswelle. Seitdem seien auch Wolfgang Stadler (20 Jahre Ortsvereinsvorsitzender und dreimal Bürgermeister-Kandidat) und Eduard Meßthaler als „Lehrmeister und Superhirne“ in der Partei dabei. Großes Engagement bescheinigte Schöpe-Stein auch Karl Kühbandner.

Seit rund fünf Jahren führt Hildegard Schöpe-Stein die Orts-SPD. Die neuen „Sozis“ brachten ab den 70er Jahren frischen Wind in die Gemeinde, so Schöpe-Stein. Sie trugen dazu bei, dass es in der Gemeinde eine Volkshochschule, Nachbarschaftshilfe, Schulweghelfer, einen Fairkaufladen oder Carsharing gibt.

Neben Landtagsabgeordnetem Martin Güll, der stellvertretenden Landrätin Marianne Klaffki und Bundestagskandidat Michael Schrodi kamen auch Anhänger von anderen Parteien zur SPD-Feier. Güll sprach auf dem Rednerpult über die 154-jährige Geschichte der SPD in Deutschland und deren Einsatz für bezahlbaren Wohnraum und Bildung. Bürgermeister Marcel Fath (FW) sagte, Freie Wähler und SPD trenne fast nichts. Schrodi betonte, die SPD sei immer ein Bollwerk gegen rechte Hetzer gewesen.

In einem Sketch schlüpften Wolfgang Stadler und Karl Kühbandner in die Rollen führender Sozialdemokraten und nahmen mit Schöpe-Stein die eigene Partei aufs Korn. Bei der Musik von Thomas Bendzkos P-Town New Blood Jazz Ensemble feierten die Politikinteressierten danach ein gemeinsames Fest.

Von Reinhard-Dietmar Sponder

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