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Bei einem Termin mit Gemeinderäten vor zweieinhalb Jahren hatte der SV Petershausen schon auf den schlechten Zustand der Aschenbahn hingewiesen.

Sanierungen beim SV Petershausen

Gemeinde greift tief in die Kasse

Beim Sportverein Petershausen stehen Investitionen in Höhe von 196 000 Euro an. Laut einem Antrag an die Gemeinde soll diese davon 76 000 Euro mit einem Zuschuss finanzieren.

Petershausen  Für den nötigen Vereinskredit von 84 000 Euro soll die Gemeinde bürgen, wie im Haupt- und Finanzausschuss beantragt wurde. Davon entfallen 46 000 Euro auf einen reinen Kredit und 38 000 Euro auf eine Zwischenfinanzierung für die Zuschüsse des Bayerischen Landessportverbands.

90 000 Euro kostet es, die Laufbahn des Sportplatzes zu sanieren und 100 000 Euro sind zum Herrichten der Tennisplätze nötig. Weitere 6000 Euro wendet der SVP aus eigener Tasche für die Bewässerung des Hauptplatzes auf.

Bürgermeister Marcel Fath (FW) sprach von einer Reihe von Maßnahmen „für die nächsten Jahre“ und einer „Wagnis-Investition“. Aber die Leichtathletik-Anlage in Petershausen sei eine der wenigen, die es überhaupt noch in der Gegend gebe.

Geschäftsleiter und Kämmerer Daniel Stadelmann schlug vor: „Es wäre nicht schlecht für die Gemeinde und den Sportverein, die Maßnahmen auf zwei Jahre zu verteilen.“ Stummes Nicken bei den SVP-Zuhörern signalisierte Zustimmung.

Solche Bürgschaften müssten vom Landratsamt genehmigt werden, so Stadelmann. Doch dieses habe ein Ja in Aussicht gestellt.

Angaben zur wirtschaftlichen Lage des Vereins vermisste Bernhard Franke (SPD) und spielte auf die Einnahmen aus der Photovoltaikanlage auf dem Sporthallendach an. Doch SVP-Vorsitzender Hubert Doetsch wies darauf hin, dass diese Einnahmen schon die Kredite für den Hallenbau von vor einigen Jahren abbezahlen müssten. Stadelmann betonte, der Verein trage bereits 36 000 Euro Investitionskosten aus eigener Tasche.

„Den Sportverein kann man nicht mit anderen Vereinen 1:1 vergleichen“, wandte die Vorsitzende der FW-Fraktion, Andrea Stang, ein. „Die großen Flächen sind schon eine besondere Herausforderung. Das ist ein großer Verein mit einem breiten Angebot. Von daher kann man den Antrag auch nicht unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten sehen.“ CSU-Fraktionschef und dritter Bürgermeister Josef Gerer, in Kollbach selbst Vorsitzender des zweiten Sportvereins im Gemeindebereich, sagte, aus eigener Erfahrung könne er feststellen, auch Beitragserhöhungen brächten unter dem Strich nichts. Ins gleiche Horn stieß Fath: „Der Verein hat vor einigen Jahren die Beitragshöhe vom ehrenamtlichen Engagement abhängig gemacht. Doch das hat nur viele Austritte gebracht.“

Albert Kirmair (CSU) fragte, ob nicht mit den Vereinsförderrichtlinien diese Sanierungen abgegolten seien. Stadelmann erwiderte, er schaue sich alle Anträge an und zahle jene Beträge aus, die in die Förderrichtlinien passen. „Den Rest lege ich diesem Gremium vor.“ Doetsch betonte, von der 400-Meter-Bahn seien 100 Meter Tartanbahn. Aber die sei so kaputt, dass er sie eigentlich sperren müsste. Eine erste Grobsanierung mit Hilfe habe keine entscheidende Verbesserung gebracht. So entschied der Ausschuss einstimmig, dem Antrag zuzustimmen.

rds

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