Gemeinderat Petershausen

Rekordhaushalt: Kinderbetrteuung schon zweitgrößter Ausgabeposten

Petershausen - Auf knapp 17 Millionen Euro beläuft sich der Rekordhaushalt, den der Petershausener Gemeinderat jetzt in seiner jüngsten Sitzung verabschiedet hat. Vor allem eines wird immer teurer: die Kinderbetreuung.

Der Petershauser Gemeinderat hat den Haushalt für 2016 ohne große Aussprache verabschiedet. Das Gesamtvolumen stieg von 13,960 Millionen Euro im Jahr 2015 um 2,9779 Millionen auf insgesamt 16,9379 Millionen Euro.

Allein der Verwaltungshaushalt steigt von rund 9,4 auf 10,259 Millionen Euro, ein Plus von 9,15 Prozent. Der Vermögenshaushalt klettert auf 6,6789 Millionen nach 4,5 Millionen 2015, also 2,1176 Millionen Euro oder gut 46 Prozent mehr.

Kämmerer Daniel Stadelmann freut sich zunächst über die stetig steigenden Steuereinnahmen, allen voran die Einkommensteuerbeteiligung der zum 30. Juni des Vorjahres 6376 Einwohner der Gemeinde Petershausen. Allein aus ihr kalkuliert Stadelmann mit 4,550 Millionen Euro für 2016. Gleichzeitig mahnte der Kämmerer aber auch: „Wie lange geht das so weiter? Und vor allem: Wie geht’s weiter, wenn die Konjunktur zurückgeht?“

Auch eine weitere wichtige Einnahmequelle ist konjunkturabhängig: die Gewerbesteuer. Hier rechnet Stadelmann heuer mit 1,850 Millionen Euro. Von der Grundsteuer erwartet er 691 200 Euro. An Schlüsselzuweisungen stehen 282 400 Euro im Haushaltsplan.

Da viele Grundstücke im Gewerbegebiet Eheäcker verkauft sind, werde der Grunderwerbssteueranteil von 159 458 Euro auf 105 000 Euro sinken.

Wie üblich wird der größte Ausgabebrocken, die Kreisumlage, trotz von 48,5 auf 47,5 Prozent reduziertem Hebesatz 2016 um 332 200 Euro auf 2,9 Millionen steigen. Ursache sind die gestiegenen Steuereinnahmen und die erhöhte rechnerische Umlagekraft aufgrund des reformierten kommunalen Finanzausgleichs.

Zweitgrößter Ausgabeposten ist inzwischen die Kinderbetreuung. Für die aktuell 339 Mädchen und Buben bis zum 14. Lebensjahr gibt die Gemeinde Petershausen rund 852 600 Euro mehr aus, als sie an staatlichen Zuschüssen von 1,2324 Millionen Euro erhält. Das sind pro Kind 2515 Euro. Die Gesamtausgaben Ausgaben für die Kinderbetreuung.

Die Personalkosten liegen bei 1,4215 Millionen Euro (2015: 1,3686 Millionen). Der Sachaufwand für die Grundschule und deren Betrieb beträgt 317 200 Euro.

Der Vermögenshaushalt finanziert sich 2016 im Wesentlichen aus 1,6 Millionen Euro Rücklagenentnahme, gut einer Million Zuweisung aus dem Verwaltungshaushalt, 476 000 Euro Zuweisungen von Bund und Land, 430 000 Euro Beiträge und rund 3,169 Millionen Neuverschuldung.

Der größte Ausgabeposten ist mit 4,083 Millionen Euro ist für den Grunderwerb eingeplant, wovon allein 2,74Millionen auf das Baulandmodell entfallen, vor allem im Baugebiet Rosenstraße. Tiefbaumaßnahmen wie zur Erschließung der Eheäcker und der Brücke an der Dr.-Hörmann-Straße schlagen mit 1,029 Millionen und die Hochbaumaßnahmen mit 259 000 Euro für die Planungen des neuen Feuerwehrhauses, der Erweiterung der Grundschule und der Sanierung der Frauenkirche zu Buche.

Der Schuldenstand wird von knapp 4,818 Millionen Euro Ende 2015 auf fast 7,641 Millionen ein Jahr später ansteigen. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt damit bei 1198 Euro.

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