Auf der Zielgeraden - Interview mit Pfaffenhofens Bürgermeister Helmut Zech

Im Interview mit den Dachauer Nachrichten verrät Pfaffenhofens Bürgermeister Helmut Zech, was ihm aus 2023 in Erinnerung bleiben wird.
Pfaffenhofen - Er blickt aber auch nach vorn. In seiner letzten Amtszeit will Zech noch einiges vollenden oder auf den Weg bringen.
Sie haben auf der Bürgerversammlung im November von ihrer „drittletzten Bürgerversammlung“ gesprochen. Denken Sie öfter an das Ende Ihrer Amtszeit?
Helmut Zech: „Natürlich denkt man bei jeder weitreichenden Entscheidung, welche nicht innerhalb der nächsten zwei Jahren abgearbeitet ist, schon an das Thema. Wie wird eine Nachfolgerin und ein Nachfolger dieses Thema sehen und weiterverfolgen? Wissen Sie, bisher habe ich immer damit gerechnet, dass ich alle angefangenen Projekte auch zu Ende führen kann, wie beispielsweise das langwierige Thema Umgehungsstraße, das mich schon von 2002 bis 2017 voll beschäftigt hat. Nun beginnen wir Maßnahmen wie Windräder zu bauen, und ich hoffe, dass ich zumindest noch die Einweihung der Windräder als Bürgermeister begleiten darf.
Haben Sie schon einen Nachfolger, eine Nachfolgerin im Sinn?
Es gibt natürlich einige Gespräche, aber wir haben ja noch Zeit. Aber natürlich liegt es mir sehr am Herzen, dass ich die Gemeinde mit all ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und das große Aufgabenfeld – von der Wiege bis zur Bahre, Energieversorgung u.s.w. – in gute Hände weiter geben kann.
Was war für Sie beruflich das Highlight des Jahres 2023?
Ein berufliches Highlight war ein langes Gespräch mit Mitgliedern unseres Helferkreises und viele gute Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern und Kollegen. Und natürlich der Baubeginn unseres größten kommunalen Wohnbauvorhabens mit einen Volumen von 7,5 Millionen (das Mehrflexgebäude in Egenburg, Anm. d. Red.) und der Kanalbau Unterumbach sowie der Abschluss unserer Beteiligungsverträge von vier Windkraftanlagen.
Was war für Sie persönlich das Highlight des Jahres 2023?
Meine news
Meine persönlichen Highlights möchte ich nicht preisgeben.
Welche Projekte möchten Sie in Ihrer Amtszeit unbedingt noch realisieren?
Den Straßenbau und die Ortsgestaltung Unterumbach, Windkraftanlagen, Wärmeversorgung von Unterumbach und Oberumbach, wobei ich hier die Chance auf Realisierung persönlich nicht hoch einstufe. Dann den Geh- und Radweg von Ebersried zur Staatsstraße 2052; aber diese Maßnahme kann die Gemeinde leider nur anschieben, entscheiden werden die Grundstückseigentümer durch den Verkauf und der Baulastträger, der Landkreis Dachau. Darüber hinaus möchte ich den Anstoß für weitere Gewerbeflächen in der Gemeinde geben.“
Was sind Ihre Pläne für die Gemeinde im kommenden Jahr?
Das kommende Jahr ist geprägt vom Weiterführen der begonnenen Maßnahmen, wie den Kanalbau Unterumbach bis Herbst 2024, die Fertigstellung des Mehrflexgebäudes in Egenburg bis August 2024, die Fertigstellung der Arztpraxis bis Mai 2024, die Wärmeversorgung für Unterumbach, die Wärmeversorgung für das Baugebiet „Östliche Erweiterung am Sonnenhang“ in Abhängigkeit einer Gesamt- oder Einzellösung, den Beginn des Straßenbaus in Unterumbach, das Regenrückhaltebecken in Pfaffenhofen, die Erweiterung des Angebots für Jungsenioren, die Überplanung des Rückgebäudes unseres Rathaus in Egenburg nach dem Umzug der Arztpraxis, den Ausbau der erneuerbaren Energien, die Steigerung der Attraktivität unseres Christkindlmarkts, die Belebung des Gemeinschaftsraumes im Mehrflexgebäude, die Ehrenamtlichen und das Vereinsleben weiter stärken, Arbeitsplätze in der Gemeinde schaffen, um dadurch die hohe Pendlerquote zu reduzieren, und noch einiges mehr. Ich will auch weiter in die erforderliche Infrastruktur investieren und keine erforderlichen Maßnahmen verschieben. Getreu nach meinem Wahlspruch: Erst prüfen wir die Erforderlichkeit und Sinnhaftigkeit, schauen, was es kostet, und dann suchen wir uns die finanziellen Mittel dafür!
Interview: Simone Wester