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„Hand in Hand mit jedem Kind“: Manuela Zech-Probul von der Verwaltung (links) und Kindergartenleiterin Ch ristine Kalmbach präsentierten aktuelle Zahlen und gewährten einen Einblick ins pädagogische Konzept. 

Bericht im Gemeinderat Pfaffenhofen/Glonn

In der Kinderbetreuung alles im Lot

Die Eltern sind zufrieden und die Gemeinde auch. Für den Bericht zur Kinderbetreuung hatte Bürgermeister Helmut Zech im Gemeinderat nur lobende Worte

VON SIMONE WESTER

Pfaffenhofen – „Dass die Eltern so zufrieden sind, liegt an der Leitung und am Personal“ – so fasste Bürgermeister Helmut Zech im Gemeinderat die Situation in den Pfaffenhofener Kindertagesstätten zusammen. Von Ärger mit auswärtigen Trägern und erbosten Eltern ist die westliche Landkreisgemeinde bisher verschont geblieben.

Das Erfolgsgeheimnis: Die Gemeinde hat selbst die Fäden in der Hand, die Kommunikation zwischen Verwaltung und Kindergartenleitung ist hervorragend. Davon konnten sich die Gemeinderäte und die Zuschauer in der Sitzung im Gemeinschaftshaus Unterumbach ein Bild machen. Manuela Zech-Probul von der Verwaltung und Kindergartenleiterin Christine Kalmbach präsentierten die aktuelle Situation in den gemeindlichen Kindertagesstätten.

So einfach und problemlos die Zusammenarbeit und Vernetzung ist, so kompliziert sind die Berechnungsmodalitäten. „Das ist eine aufwändige Geschichte“, erklärte Zech. Früher sei aber auch nicht alles besser gewesen: „Früher war es einfach anders“, so Zech pragmatisch.   

2002 sei man in der Gemeinde mit drei Kindergartengruppen gestartet, informierte das Gemeindeoberhaupt. Manuela Zech-Probul hakte da ein und legte dem Gremium die aktuellen Zahlen vor. Im Kinderhaus St. Michael, das vom Landratsamt nach eingehender positiver Prüfung eine zeitlich unbegrenzte Betriebserlaubnis erhalten hat, können 38 Kinder unter drei Jahren und 54 Kinder ab drei Jahren betreut werden. Im Kindergarten am Kirchplatz sind es 25 Kindergartenkinder ab drei Jahren. Und im neuen Kinderhaus in Egenburg, das ab September seinen Betrieb aufnehmen wird, ist Platz für 54 Kinder ab dem vollendeten dritten Lebensjahr und 19 Krippenkinder unter drei Jahren.

Betreut werden die Kinder von Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen. Insgesamt entstünden der Gemeinde Kosten von 1,2 Millionen Euro. Dank Landes- und Bundesfördermitteln sowie Leitungs- und Qualitätsboni sind es derzeit 300 000 Euro, die die Gemeinde letztendlich zu tragen hat. Die Höhe der Förderungen hängt von verschiedenen Faktoren ab. So erhält die Gemeinde beispielsweise für Kinder mit Migrationshintergrund und Kinder mit speziellem Förderbedarf, sogenannte Integrationskinder, für die es auch im neuen Kinderhaus in Egenburg eine Gruppe geben wird, mehr Zuschüsse. Auch die Buchungszeiten sowie die Arbeitsstunden der Fachkräfte und vieles mehr spielen bei der Berechnung der staatlichen Fördermittel eine Rolle.

Von einer Gebührenerhöhung sieht die Gemeinde laut Bürgermeister Helmut Zech derzeit aber ab, man wolle keine „Münchner Verhältnisse“, so Zech, wo die Eltern teilweise 700 Euro und mehr pro Monat für den Kindergartenplatz zahlen müssten.

Nachdem die Kinderbetreuungseinrichtungen in der Gemeinde am 16. März ja auf behördliche Anordnung schließen mussten, sind jetzt im Juni wieder 90 Prozent der Kinder anwesend, berichteten Manuela Zech-Probul und Christine Kalmbach. Die Kindergartenleiterin stellte den Anwesenden auch das Leitbild „Hand in Hand mit jedem Kind“ vor.

Für die Krippenkinder sei eine gute und stabile Eingewöhnung das Wichtigste für einen gelungenen Start, erklärte Kalmbach. Das Essen werde jeweils für eine komplette Woche von den Eltern des jeweiligen Krippenkindes für alle zur Verfügung gestellt. Die Kinder werden auch gewickelt. Krippen- und Kindergartenkinder haben neben verschiedenen Angeboten Zeit, frei zu spielen.

Es wird gemeinsam – wegen der Corona-Pandemie aber getrennt nach Gruppen – gegessen, ausgeruht und im Garten gespielt. Dazu kommen verschiedene speziell zugeschnittene Programme für die Vorschul- und Integrationskinder. Die Kinder mit Beeinträchtigungen lernen mit diesen zu leben. Die ganze Kindergartengruppe wiederum lernt den natürlichen Umgang mit den Integrationskindern. Bürgermeister Zech sprach sich im Übrigen ausdrücklich dagegen aus, das Wort „behindert“ zu verwenden: „Es gibt einfach Kinder, die müssen a bissal angeschubst werden.“

Und wie gut das in der Gemeinde Pfaffenhofen gelingt, wurde im Bericht von Manuele Zech-Probul und Christine Kalmbach mehr als deutlich.

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