Ortsausgang von Pfaffenhofen an der Glonn in Richtung Wagenhofen
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Dort wird der Geh- und Radweg gebaut: Blick vom Ortsausgang von Pfaffenhofen in Richtung Wagenhofen. Im Hintergrund der gemeindliche Bauhof.

Gremium will Fördergelder nutzen

Pfaffenhofener Gemeinderat beschließt Geh- und Radweg bis nach Dietenhausen

Jetzt gibt es noch satte Fördergelder, weshalb zügig gebaut werden soll: Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung den Geh- und Radweg von Pfaffenhofen nach Wagenhofen und dessen Weiterführung nach Dietenhausen einstimmig beschlossen.

Pfaffenhofen – Der große Vorteil, noch in diesem Jahr den Geh- und Radweg von Pfaffenhofen nach Wagenhofen und seine Weiterführung nach Dietenhausen zu beschließen, liegt in der aktuell sehr hohen staatlichen Förderquote von 80 Prozent. Abgelehnt mit fünf zu acht Stimmen wurde allerdings die Beleuchtung des Weges in Richtung Wagenhofen.

„Da sind wir wieder beim Thema Lichtverschmutzung“, betonte Dieter Stoll von den Grünen. Richard Kalmbach (CSU/Parteifreie) betonte, dass man mittels Bewegungsmeldern oder Zeitschaltuhr sehr wohl „umweltfreundlich“ arbeiten könne. Aber auch sein Parteikollege Stefan Lampl sah keinen dringenden Grund für eine Beleuchtung an dieser Stelle. So wie offenbar einige andere Gemeinderäte auch.

Der Radweg soll ja wie beschlossen bis nach Dietenhausen weitergebaut werden, unter anderem auch, „um das Radeln attraktiver zu machen“, wie zweiter Bürgermeister Harald Mang betonte, der Gemeindechef Helmut Zech in der Sitzung vertrat, da dieser wegen seiner Covid-19-Erkrankung noch in Quarantäne war. Der vorhandene Weg soll nun endlich asphaltiert werden, was vor allem die Schulkinder und deren Eltern freuen dürfte. Denn wie Richard Kalmbach schilderte, kann es dort bei Regen „sehr matschig“ werden.

Der Geh- und Radweg nach Dietenhausen soll so ausgebaut werden, dass er nicht verbreitert werden muss, aber für landwirtschaftliche Fahrzeuge genutzt werden kann. Der Weg soll bis zur Glonnbrücke führen, die an der Grenze zur Nachbargemeinde Odelzhausen liegt. Die Brücke war in den 80er-Jahren bei einem Manöver der US-Armee beschädigt worden und soll nun von der Gemeinde Odelzhausen mit finanzieller Beteiligung von Pfaffenhofen an der Glonn vermutlich im kommenden Jahr saniert werden.

Gemeinderat Stefan Berglmeier regte zudem an, auch einen Geh- und Radweg von Unterumbach nach Pfaffenhofen anzupeilen. Gerade für den Weg zum Kindergarten sei dies sehr wichtig, so der Gemeinderat (CSU/Parteifreie), der auch noch einen Weg nach Oberumbach begrüßen würde.

Harald Mang (AWG) unterstützte diesen Vorschlag, wies aber darauf hin, dass das nicht alleine an der Gemeinde liege. „Das A und O ist der Grunderwerb“, so Mang. Bürgermeister Helmut Zech sei hierfür oft in Gesprächen mit Grundstückseigentümern. Zech hatte in einer Pressemitteilung betont, dass man als Verwaltung auf das „Wohlwollen der Eigentümer angewiesen sei“. Er bedankte sich in dem Schreiben bei den Grundstücksbesitzern, die den Bau der jetzt beschlossenen Geh- und Radwege ermöglicht hätten. Der Bürgermeister hofft, noch mehr Grundstückseigentümer für den Ausbau des Geh- und Radwegenetzes in der Gemeinde gewinnen zu können, um den „Umstieg auf das Fahrrad“ noch besser fördern zu können. Simone Wester

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