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Die Haushaltslage in Pfaffenhofen ist weitgehend problemlos. (Symbolbild)

Haushalt 2021

Haushaltslage Pfaffenhofen/Glonn: Keine Probleme, aber auch keine großen Sprünge

Der Gemeinderat Pfaffenhofen/Glonn stellt den diesjährigen Haushalt vor. Trotz erheblicher Investitionen gibt es keine Schieflage in der Gemeinde.

Pfaffenhofen/Glonn – „Das Normale läuft und es gibt keine Überraschungen“ – so fasste Pfaffenhofens Bürgermeister Helmut Zech den Haushalt 2021 zusammen. Man könne zwar derzeit keine großen Sprünge machen, erklärte Zech weiter, habe aber auch „keine großen Probleme“.

Dass das so ist, dafür sorgt eine solide Haushaltsplanung und mit Michael Schwaak hat die Gemeinde einen Kämmerer an ihrer Seite, der sein Handwerk mehr als versteht und den Gemeinderat immer auf dem Laufenden hält. Daher gab es auch in der jüngsten Gemeinderatssitzung so gut wie keine Nachfragen, geschweige denn Diskussionen.

Transparente Finanzlage der Gemeinde

Alle Finanzangelegenheiten werden stets zeitnah und transparent an die Gemeinderatsmitglieder übermittelt. Außerplanmäßige Ausgaben landen auf den Tagesordnungen der Sitzungen, wodurch die Finanzlage der Gemeinde Pfaffenhofen auch für alle Bürgerinnen und Bürger stets nachvollziehbar ist. Für Michael Schwaak gab’s deshalb auch viel Lob von Bürgermeister Zech.

Kritik an Vorgehensweise von Bund und Freistaat

Für die Regierung allerdings nicht. „Ganz unten raucht es seit vielen Jahren. Freistaat und Bund lassen den Gemeinden zu wenig Geld“, beklagte Zech in der Sitzung. Der Staat interessiere sich nicht für die Schieflage der Kommunen, die immer öfter „unterfinanziert“ seien. Zech nannte hierbei konkret die Schlüsselzuweisungen. Finanzstarke Gemeinden, wie Pfaffenhofen an der Glonn, die sich über Gewerbe- und Einkommensteuereinnahmen freuen können, erhalten vom Freistaat deshalb keine Zuweisungen. Dafür dürfen sie kräftig Kreisumlage „abdrücken“, also Geld an den Landkreis zahlen, da dieser ja selbst keine Steuern erhebt. Im aktuellen Vermögenshaushalt (6,2 Millionen Euro) macht die Umlage einen Anteil von 25,7 Prozent aus. Das sind satte 1,4 Millionen Euro.

Solide Arbeit von Verwaltung und Gemeinderat

In einer Schieflage befindet sich Pfaffenhofen dank der soliden Arbeit von Verwaltung und Gemeinderat aber nicht. Die Verwaltung achtet dabei stets auf die volle Ausschöpfung aller Fördermaßnahmen und Zuschüsse, was unter anderem zahlreiche Projekte ermöglichte, wie das neue Kinderhaus in Egenburg, die neuen Ortsdurchfahrten, Abwasserbeseitigung, Geh- und Radwege, Kauf von Grundstücken, auch für sozialen Wohnungsbau und vielem mehr. Das neue Feuerwehrhaus wurde zudem mit unglaublich viel Eigeninitiative aus den eigenen Reihen realisiert.

Große Investitionen schlagen sich nieder

Trotzdem schlagen sich diese „erheblichen Investitionen“ im Vermögenshaushalt nieder, wie Schwaak vorrechnete. Neue Kredite für Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen sind immerhin nicht vorgesehen. 2020 wurden Kredite in Höhe von 2,1 Millionen Euro aufgenommen. Allerdings nahezu zinslos, wie Schwaak betonte. Und alte, teure Kredite wurden abgelöst. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt 2322,23 Euro pro Einwohner, der Durchschnitt liegt bei 593 Euro. Beides ohne den Zweckverbandsanteil gerechnet. „Andere Gemeinden investieren deutlich weniger und wir da, wo es erforderlich ist“, erklärte Bürgermeister Zech. Der rund 11,7 Millionen Euro starke Etat wurde einstimmig abgesegnet. Weiterer Bericht folgt.

Simone Wester

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