+
Klaus Reindl scheidet nach 18 Jahren aus dem Gemeinderat aus.

Nach 18 Jahren ist für Klaus Reindl Schluss

Klaus Reindl macht Schluss als Gemeinderat

Klaus Reindls Zeit im Gemeinderat begann in dem Jahr, als auch Helmut Zech die Gemeinde Pfaffenhofen/Glonn als Bürgermeister übernommen hat: vor 18 Jahren.

Pfaffenhofen/Glonn Seit 2002 sind die beiden Weggfährten gewesen, haben diskutiert, gestritten, verhandelt, Kompromisse und Lösungen gefunden. „Wir haben immer versucht, einen gemeinsamen Nenner zu finden“, beschreibt Reindl die Arbeit im Kommunalgremium. Und das ist ihm bestens gelungen.

Entscheidende Projekte konnte er mit auf den Weg bringen: Die Förderung erneuerbarer Energien, die Umgehungsstraße Pfaffenhofen/Egenburg, die Ertüchtigung der Kläranlage, die Dorferneuerung, und vieles mehr. Die Lorbeeren dafür will Reindl aber nicht für sich ernten, sondern ist stattdessen voll des Lobes für das Gemeindeoberhaupt: „Der Helmut ist ein Glücksfall für die Gemeinde“, betont er ausdrücklich.

Jetzt trennen sich die Wege der beiden wieder, zumindest im Gemeinderat. Denn der gebürtige Münchner, der der Liebe wegen 1978 nach Pfaffenhofen gezogen ist, bleibt der Gemeinde nicht nur als Gründungsmitglied im Helferkreis Asyl eng verbunden. Auch seinen Kollegen von der Allgemeinen Wählergruppe will Klaus Reindl mit Rat und Tat zur Seite stehen, falls gewünscht. Genauso wie er das seinen Kameraden bei der Freiwilligen Feuerwehr, für die er nach wie vor die Pressearbeit macht, angeboten hat. Nochmal selbst als Gemeinderat kandidieren wollte der ADAC-Verkehrsexperte aus Altersgründen dieses Jahr dagegen nicht mehr. „Irgendwann ist mal Schluss“, erklärt der 69-Jährige seinen Rückzug. Wobei Schluss eigentlich gar nicht passt, wenn man sieht, was der Wahl-Pfaffenhofener so alles macht.

Der Journalist ist nach wie vor ein gefragter Referent, gibt unter anderem Medientraining-Workshops für Juristen und Feuerwehrleute und ist auch noch beim ADAC nebenbei tätig. 42 000 Interviews hat er in seiner Zeit bei Deutschlands größtem Automobilclub gemacht. Davor nochmal unzählige in seiner Zeit als Volontär und Redakteur beim Bayerischen Rundfunk, für den er 15 Jahre tätig war. Und da gab ihm sein damaliger Chef einen Ratschlag mit auf den Weg, den er seitdem immer beherzigt hat. „Nach einem Interview muss man immer noch in der Lage sein, mit seinem Gegenüber ein Bier trinken zu können“ – ein Leitsatz, den Klaus Reindl auch auf den Gemeinderat übertragen hat. Egal, wie hart diskutiert wurde, immer ging es fair zu, so Klaus Reindl.  sim

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare