Familienfeier: Helmut Zech mit seinen Kindern Niklas und Lisa, die beide auf den Papa „stolz“ sind. „Ich habe es nicht anders erwartet“, meinte Sohn Niklas, der ebenso wie seine Schwester als Wahlhelfer im Rathaus bis spät in die Nacht auszählte.

Bürgermeister bleibt im Amt

76,8 Prozent für Helmut Zech

Helmut Zech (CSU) geht in seine vierte Amtszeit. Der Bürgermeister der Gemeinde Pfaffenhofen an der Glonn gewann die Wahl am gestrigen Wahlsonntag überaus deutlich.

Pfaffenhofen/Glonn – „Wenn man mit über 76 Prozent der Stimmen gewinnt, dann ist das ein eindeutiges Ergebnis“, kommentierte der amtierende und wiedergewählte Bürgermeister Helmut Zech seinen klaren Wahlerfolg.

Wahlsieger Helmut Zech wollte die Lorbeeren für den Wahlerfolg nicht für sich allein verbuchen. Er betonte, dass die „Arbeit des Gemeinderates“ und die gute Zusammenarbeit mit der AWG beim Wähler „großen Zuspruch“ gefunden habe.

Seit 18 Jahren ist Zech im Amt. An einen Wahlkampf dieser Art könne er sich nicht erinnern. „Dass eine neue Gruppierung so ungewöhnlich aggressiv im Wahlkampf auftritt und teilweise Kandidaten persönlich angreift, war ich bis dato in unserer Gemeinde nicht gewohnt“, kommentierte Zech den Wahlkampf der neuen Liste von Bündnis90/Die Grünen mit Bürgermeisterkandidatin Susanne Vedova. Die kam nach Auszählung der Stimmen auf 23,2 Prozent.

Zu Zechs Aussage sagte Vedova: „Ich bin überrascht von dem Vorwurf und kann das keiner Situation zuordnen. Ich habe nur kritisiert, dass CSU-Mitglieder Kandidaten auf einer unabhängigen Liste sind (AWG, Anm. d. Red). Aber ich habe niemanden persönlich angegriffen.“

Die Wähler der Gemeinde konnten per Briefwahl oder an den beiden Wahlorten im Floriansstüberl in Unterumbach und im Kinderhaus in Egenburg für ihre Kandidaten votieren. „Es ist okay, nicht himmelhochjauchzend“, meinte Susanne Vedova am Wahlabend.

Nach der Auszählung in Unterumbach hatte die 55-Jährige noch etwas euphorischer geklungen. Denn dort hatte die Oberumbacherin 32 Prozent der Wähler von sich überzeugen können. Vedova hatte im Vorfeld der Kommunalwahl mit ihrem Listen-Platznachbarn Dieter Stoll beim Haustürwahlkampf viel Zeit in persönliche Gespräche investiert. Trotzdem freute sie sich am Ende des Wahlabends, dass sie „viele Stammwähler“ habe abholen können.

Im Bayerntrend liegend, wurde auch in Pfaffenhofen an der Glonn die Briefwahl stark angenommen.

Die Wahlbeteiligung lag bei 68 Prozent, aufgerufen wären 1714 Wähler und Wählerinnen gewesen.

Simone Wester

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