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Wünschen sich angemessene Ausrüstung: (von links) die Kommandanten Christian Tratz (Pfaffenhofen), Korbinian Bachhuber (Weitenried) und Markus Steinhart (Unterumbach). 

Kommandanten erklären Gemeinderäten, wie unabdinglich neue Ausrüstung ist

Manches ist überlebenswichtig

Die drei Kommandanten der Pfaffenhofener Ortsteilfeuerwehren haben dem Gemeinderat klar gemacht, wie unabdingbar gute Ausrüstung ist. 

Pfaffenhofen – Bei Unfällen, Bränden, vollgelaufenen Kellern oder gar Katastrophen sind sie immer da – die Feuerwehren im Landkreis Dachau. So auch in der Gemeinde Pfaffenhofen, wo es in Pfaffenhofen, Weitenried und Unterumbach der Freiwillige Feuerwehren gibt. Dass diese Männer und Frauen, die ihre Freizeit für ihre Mitmenschen opfern, auch eine ordentliche Ausrüstung brauchen, steht eigentlich außer Frage. Auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten.

In einer früheren Gemeinderatssitzung wurde bereits über das Budget in Höhe von rund 25 000 Euro diskutiert, die Entscheidung aber auf die Juni-Sitzung vertagt, um die Kommandanten persönlich zu den einzelnen Budgetpunkten zu befragen.

Unter anderem hatte Gemeinderat Dieter Stoll hinterfragt, ob denn angesichts der angespannten Haushaltslage jede Anschaffung nun tatsächlich nötig sei. Das wiederholte er auch in der jüngsten Sitzung. Stoll stellte an sich die Notwendigkeit der Beschaffung von Material und Ausrüstung für die Feuerwehrleute nicht komplett in Frage, fragte aber erneut, ob die Gemeinde denn das Geld dafür habe.

Bürgermeister Helmut Zech sprach zunächst ein großes Lob an die Feuerwehren seiner Gemeinde aus. Bei einem schweren Verkehrsunfall vergangenes Wochenende auf der A8 seien die gemeindeeigenen Feuerwehren in nur zwei Minuten am Unfallort gewesen. Für ihn persönlich sei das Thema Einsparungen „das Schlimmste, was es gibt“. Wenn es nach ihm ginge, würde er „alles durchwinken“, so Zech. Da hakte Stoll erneut ein und fragte, ob sich das die Gemeinde leisten könne“, was Bürgermeister Helmut Zech bejahte.

Wie notwendig und unabdinglich die geplanten Anschaffungen sind, schilderte dann Kommandant Christian Tratz von der Freiwilligen Feuerwehr Pfaffenhofen. Unter anderem hatte Tratz für sein Team die sogenannten „Totmannmelder“ beantragt. „Wir sind die einzigen im Landkreis, die keine haben“, berichtete der Kommandant dem Gremium. Für die Feuerwehrler ist der Melder überlebenswichtig, denn er zeigt an, wenn sich jemand nicht mehr bewegt, also beispielsweise bei einem schweren Brandeinsatz unter Umständen bewusstlos im Gebäude liegt. Dann kann er sofort von seinen Kameraden geborgen werden. Angeschafft werden müssen beispielsweise auch Verkehrsleitkegel, da die alten Pylonen den heutigen Vorschriften schon lange nicht mehr entsprechen. Das gleiche gilt für Werkzeuge, Atemschutzgeräte, Handschuhe, Hosen und Jacken und anderes mehr, ohne die die Feuerwehrleute nicht ordentlich und vor allem gut geschützt arbeiten können, so der Kommandant.

Auf der Wunschliste von Tratz steht auch eine neue Tauchpumpe mit Nassauger für Hochwassereinsätze. Bis auf zehn Zentimeter könne man jetzt die Keller in kürzester Zeit auspumpen, erklärte Tratz. „Für die letzten zehn Zentimeter brauchen wir dann zwei Stunden“, so der Kommandant weiter. Mit einem Nass-Trocken-Sauger mit zweiter Pumpstufe im Kessel könne man den Betroffenen dann deutlich effizienter helfen. Da nickten auch die Gemeinderäte zustimmend.

Auch die Kommandanten Markus Steinhart aus Unterumbach und Korbinian Bachhuber aus Weitenried erklärten die einzelnen Posten auf ihrer Anschaffungsliste. Laut Gemeinderatsbeschluss werden jetzt noch weitere Angebote eingeholt und verglichen. Die drei Feuerwehren wollen sich beim Thema Bestellungen noch besser vernetzen und eventuell gemeinsam bestellen. Nicht wirklich dringend Benötigtes wie etwa den „Einsatzkoffer Türöffner“ wurde ersatzlos gestrichen.

Im Rahmen der Haushaltsplanung, an der Kämmerer Michael Schwaak derzeit schon arbeitet, werden die endgültigen Ansätze festgelegt.

Simone Wester

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