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Stefan Lampl

Die Neuen im Gemeinderat Pfaffenhofen: CSU/Parteifreie

Drei Männer, die mitten im Leben stehen

Die Neuen der CSU/Parteifreie im Gemeinderat Pfaffenhofen, das heißt: drei Männer, die mitten im Leben stehen.

Pfaffenhofen – Der Nachname bleibt gleich, aber der Vorname ist anders: Im neuen Pfaffenhofener Gemeinderat wird ab Mai wieder ein „Lampl“ sitzen. Aber diesmal nicht Michael, sondern Stefan Lampl. Der 28-jährige Landwirtschaftsmeister und Agrarbetriebswirt löst seinen Vater als Gemeinderatsmitglied ab.

Michael Lampl hatte nach 30 Jahren seinen Rückzug bekannt gegeben, um „den Jüngeren“ den Vortritt zu lassen (wir haben berichtet). Als sein Vater ihm vom Rückzug erzählt habe, habe er beschlossen, „mein Glück zu versuchen“, beschreibt Stefan Lampl seinen Entschluss, sich aufzustellen zu lassen. „Ich bin in der Gemeinde verwurzelt und habe auch viel von meinen Papa mitgekriegt“, so der Landwirt im Bezug auf die Gemeindepolitik. Er sei sehr motiviert, sich im Gemeinderat nach bestem Wissen und Gewissen einzubringen, verrät der 28-Jährige.

Florian Merk

Dass es beim ersten Mal gleich mit dem Einzug ins Gremium geklappt hat, führt Lampl darauf zurück, dass „mich die Leute kennen“. Und zwar als heimatverbunden und engagiert – wie beim Burschenverein, der Feuerwehr und beim Maibaumaufstellen. Stefan Lampl will aber nicht einfach in die Fußstapfen seines Vaters treten. Er will die „junge Generation“ vertreten und die Gemeinde „wirtschaftlich und nachhaltig“ mitgestalten. Auch der Erhalt der Dorfgemeinschaft liegt dem jungen Gemeinderat am Herzen.

Ein weiteres neues Gesicht ab Mai ist Richard Kalmbach, der für Helmut Zech nachgerückt ist. Zech hat wenig überraschend die Wahl zum Bürgermeister angenommen, und so konnte Kalmbach den Platz einnehmen.  

Der gebürtige Egenburger hatte 2014 schon einmal kandidiert, war damals aber nicht zum Zug gekommen. „Man muss das sportlich sehen“, kommentiert der zweifache Familienvater den damaligen Wahlausgang. Dass es jetzt geklappt hat, sieht Kalmbach als große Herausforderung positiver Art. Auch wenn der Grund dafür negativ ist – Stichwort Corona-Krise. „Als Gemeinderat kann man momentan nicht mehr Arbeit haben“, so der 38-Jährige, der schon vor dem offiziellen Amtsantritt im Mai seine Hilfe angeboten hat. „Wir müssen die Leute unterstützen und helfen, wo es geht“, betont Kalmbach.

Richard Kalmbach

Themen wie Breitbandausbau, First Responder, Senioren- und Kinderbetreuung seien nun aktueller denn je. Auch die Vereine und die Wirte will Richard Kalmbach weiterhin unterstützen. „Zammhaltn“ heißt es jetzt, so der angehende Gemeinderat, der in mehreren Vereinen aktiv ist. Regional einkaufen, die Geschäfte und regionalen Erzeuger vor Ort unterstützen – „jetzt geht’s nur noch miteinander“ sagt Richard Kalmbach. Dieses Engagement will er auch in dem Gemeinderat tragen.

Neu im Gremium sitzt für die Liste CSU/Parteifreie auch Florian Merk. Mit seinen 31 Jahren fühlt er sich mitten im Leben und will deshalb ein „offenes Ohr für jung und alt haben“. Bei der ersten Nominierung – „ich habe mich aus Überzeugung aufstellen lassen“ – hat es auch gleich geklappt. „Das bestätigt, dass mich die Bürger im Gemeinderat haben wollen“, freut sich Merk. Ihm gefalle es generell, etwas zu bewegen, so wie er das bereits bei der Feuerwehr oder im Burschenverein machen konnte, erklärt der gebürtige Wagenhofener.

Simone Wester

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