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Dr. Albert Frank starb im Alter von 81 Jahren. 

Beliebter Kommunalpolitiker und Mediziner im Alter von 81 Jahren verstorben

Pfaffenhofen trauert um Altbürgermeister Dr. Albert Frank

Die Gemeinde Pfaffenhofen trauert um ihren ehemaligen Bürgermeister Dr. Albert Frank, der jetzt im Alter von 81 verstorben ist. „Ein sehr weitsichtiger Mensch ist von uns gegangen“, bedauerte Bürgermeister Helmut Zech, als er in der jüngsten Gemeinderatssitzung seine Gremiumskollegen über den Tod Franks informierte.

Pfaffenhofen ‒ Aufgeschlossen, kulturinteressiert, innovativ, zupackend, menschlich – Dr. Albert Frank bestimmte mit all diesen Attributen von 1972 bis 1989 als Bürgermeister die Geschicke der Gemeinde und brachte dadurch viele wichtige Projekte auf den Weg. Beispielsweise ist es ihm zu verdanken, dass die ehemaligen Gemeinden Weitenried und Unterumbach bei der Gebietsreform zusammengefasst wurden und die Gemeinde Pfaffenhofen eigenständig geworden ist. Denn bei seinem Amtsantritt 1972 bestand die Gemeinde nur aus der Altgemeinde Pfaffenhofen und Egenburg. Dann kamen eben Unterumbach und Weitenried dazu. Und so ging es weiter.

Die Gemeinde wuchs, und mit jeder Erweiterung wurden wieder Neuwahlen nötig. Sechs Kommunalwahlen erlebte der parteilose Bürgermeister in seiner Amtszeit. Wichig war Frank dabei immer eines: Er wollte die Selbstständigkeit Pfaffenhofens erhalten.

Kindergarten, Spielplatz, Mutter-Kind-Spielkreis, der Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs, Volkshochschule, Kulturstammtische, Kunstausstellungen, Christkindlmarkt, Seniorennachnachmittag, Umgehungsstraßen, all das und vieles mehr konnte Dr. Albert Frank in seiner Amtszeit verwirklichen. Die Müllabfuhr – ebenso Sache der Gemeindeverwaltung – existierte bei seinem Amtsantritt noch nicht. „Der Müll wurde einfach über den Hügel gekippt, das waren untragbare Zustände“, erinnerte sich Frank in einem Interview mit den Dachauer Nachrichten anlässlich seines 80. Geburtstages im vergangenen Jahr an die damalige Situation. Ab 1974 gab es dann eine organisierte Müllabfuhr, worüber nicht alle Pfaffenhofener froh waren, denn plötzlich kostete die Entsorgung Geld. Doch das legte sich schnell und als Frank mit Hilfe aus Brüssel die ehemalige Müllkippe zu einem Biotop machen konnte, waren alle begeistert. Auch Tennisplätze konnten mit dem Geld verwirklicht werden.

Anfang der 80er-Jahre gelang ihm noch ein weiterer Coup: „Ich hab’ den Dr. Klein geangelt“, beschrieb Frank in dem Interview augenzwinkernd den Umstand, dass der Allgemeinmediziner damals im Gemeindehaus in Egenburg seine erste Praxis eröffnete und der Gemeinde bis heute treu geblieben ist.

Allen Gemeindebürgern, die Dr. Albert Frank noch persönlich kannten, wird vor allem seine Liebe zu den Menschen in Erinnerung bleiben. Denn die stand in all seinem Wirken immer im Vordergrund. „Die Begeisterung für die Menschen – das war meine Motivation“, betonte der Altbürgermeister gegenüber den Dachauer Nachrichten. „Das waren die schönsten Jahre meines Lebens“, hatte Frank damals betont.

Die Gemeinde hat von diesem Engagement enorm profitiert, was auch das jetzige Gemeindeoberhaupt Helmut Zech immer wieder betont. Dr. Albert Frank wird unvergessen bleiben – als Bürgermeister und als Mensch. Simone Wester

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