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Auf Vordermann gebracht wird derzeit der Bereich um die Kapelle in Wagenhofen. 

Das kleine Kircherl und der Vorplatz werden verschönert

Wagenhofen und seine Kapelle: Eine Geschichte vom gemeinsamen Engagement

Die Dorfgemeinschaft Wagenhofen packt bei der Sanierung des Außenbereichs an der Kapelle an. 

Pfaffenhofen – Dass Wagenhofen eine eigene Kapelle hat, ist nur der Hartnäckigkeit und dem riesigen Engagement der Wagenhofener selbst zu verdanken. Denn im 17. Jahrhundert befand die Kirche, dass diese doch kein eigenes Gotteshaus bräuchten, stünde doch im benachbarten Pfaffenhofen schon eines. Die Wagenhofener wollten das so nicht stehen lassen und versprachen, selbst für den Unterhalt zu sorgen, was die Kirchenväter damals nämlich auf Dauer teuer zu stehen gekommen wäre.

So sind, viele hundert Jahre später, die Wagenhofener immer noch eine eingeschworene und engagierte Dorfgemeinschaft. Die Kapelle steht auch noch, aber der Platz drumherum, auf dem auch der Maibaum aufgestellt wird, ist etwas in die Jahre gekommen und soll nun verschönert werden. Diesem Ziel hat sich – wie könnte es anders sein – die Dorfgemeinschaft Wagenhofen verschrieben.

Wie ihre Vorväter auch, packen alle ehrenamtlich mit an. Da Arbeitskraft aber allein nicht ausreicht, sondern auch einiges an Material benötigt wird, bat die Dorfgemeinschaft die Gemeindeverwaltung erneut um einen Zuschuss. Bisher steckte die Verwaltung rund 31 000 Euro in das Projekt. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurden nochmal 6250 Euro Zuschuss beantragt.

Unter anderem soll die Kapelle innen und außen gestrichen, das Kapellendach neu eingedeckt und der Putz der Kapellenwand an der Nordseite ausgebessert werden. Bäume werden gepflanzt, eine Randbegrünung und -bepflanzung angelegt, eine Sitzgelegenheit wird aufgestellt und ein Sockel für die Figur des Heiligen Franziskus hergestellt und selbiger darauf platziert werden.

Federführend für den Antrag auf Übernahme der Materialkosten zeichnen die Gemeinderäte Bernhard Naßl und Michael Gutmann sowie der neue Gemeinderat Florian Merk. Naßl betonte gegenüber seinen Amtskollegen die große Bedeutung des Projekts für die Dorfgemeinschaft, das diese „zusammenschweißt“. Man werde sich nach Kräften bemühen, die Kosten soweit wie möglich noch zu senken. Einstimmig wurde dem Antrag ohne Diskussion stattgegeben.

Simone Wester

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