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Erfolgsgesichte Fernwärme: Bürgermeister Simon Landmann, Uli Riegel, Edith Daschner, Pfarrer Albert Hack, Siegfried Ketterl und Johannes Brühl (von links).

Und jetzt sogar das erste emissionsfreie Kirchenzentrum

Bergkirchen ist noch grüner geworden

Bergkirchen - Nun ist auch die Pfarrkirche Sankt Johann Baptist mit den umliegenden Gebäuden ans Fernwärmenetz angeschlossen.

Weil es sich um den 200. Anschluss handelt, hatte Siegfried Ketterl, Vorstand des Kommunalunternehmens EWG, das als Dienstleister zuständig für Fernwärme ist, für Pfarrer Albert Hack ein grünes T-Shirt anfertigen lassen. Es wurde ihm in Anwesenheit von Bürgermeister Simon Landmann, Geschäftsführer Johannes Brühl und dem Technischen Leiter Uli Riegel von der Fernwärme Bergkirchen GmbH, und Kirchenpflegerin Edith Daschner überreicht.

„Damit sind wir das erste emissionsfreie Kirchenzentrum – eine ökologische Kirche sozusagen“, freute sich Albert Hack. „Wir wollen ein Zeichen setzen zum Erhalt der Schöpfung, indem wir die aus Abfall erzeugte Energie nutzen.“

Er bedankte sich bei der Kirchenverwaltung, vertreten durch Kirchenpflegerin Edith Daschner, die das Vorhaben unterstützt hat. Damit werden nun mit Fernwärme statt mit Öl Kirche, Kindergarten, Pfarrheim, Pfarrhaus und das kleine Gebäude, in dem sich der Anschluss befindet, beheizt.

Kirche und Pfarrhaus sind im vergangenen Jahr aufwändig restauriert und umgebaut worden. Das Pfarrheim aus den 1970er Jahren muss noch warten, bis es auch energetisch auf den neuesten Stand gebracht wird.

Die Gemeinde Bergkirchen selbst hat große Gebäude, wie Schule und Rathaus, längst angeschlossen. „Als im März 2011 der Grundstein für den Fernwärmeausbau für Feldgeding, Bergkirchen und Günding durch den Gemeinderatsbeschluss gelegt wurde, war uns das Ausmaß dieser gigantischen energetischen Maßnahme nicht bewusst“, sagte Ketterl.

Derzeit sind bereits über vier Megawatt Heizleistung an die Fernwärme angeschlossen, weitere 89 Grundstücksanschlüsse sind erstellt, und 296 zusätzliche unterzeichnete Verträge liegen vor.

Im Endausbau werden voraussichtlich rund 500 Kunden an der Fernwärme angeschlossen sein. Bisher sind etwa 20,5 Kilometer Rohrnetz mit einer Investitionssumme von über 13 Millionen Euro verlegt worden. Staatliche Zuwendungen in Höhe von 2,6 Millionen Euro sind bereits gewährt worden.

Für Umwelt und Klimawandel bedeutet das, dass mit dem Kirchenanschluss insgesamt eine Einsparung von 1 158 450 Liter Heizöl pro Jahr und 3 011 970 Kilogramm weniger CO2-Ausstoß erreicht wurden, was annähernd 40 Heizöl-Tanklastern entspricht. Mit Einbeziehung einer Biogasanlage an das Fernwärmenetz verstärkt die Gemeinde den ökologischen Gedanken.

ink

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