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Noch heuer soll der Bau  beginnen: Mit der Gestaltung des neuen Rathauses hat sich das Architekturbüro bewusst an dem bestehenden Gebäude orientiert.

So könnte Jetzendorfs neues Rathaus aussehen

Die Planungen zum Bau des neuen Rathauses in Jetzendorf haben eine weitere Hürde im Gemeinderat genommen. Wenn alles nach Plan verläuft, wird noch zur Jahresmitte mit dem Bau begonnen.

Jetzendorf – Zwei wichtige Beschlüsse hat der Gemeinderat von Jetzendorf einstimmig im Rahmen der jüngsten Sitzung gefasst: Erstens soll der Rathaus-Neubau mit Gesamtkosten von rund 2,5 Millionen Euro vorangetrieben werden und zweitens soll mit dem Bau über das Kommunalunternehmen Jetzendorf dafür gesorgt sein, dass die Kosten nicht davonlaufen.

Mit dem einstimmig beschlossenen Generalübernehmervertrag verspricht sich Bürgermeister Manfred Betzin zudem mehr Flexibilität beim Bau des neuen Verwaltungsgebäudes, das auf dem Parkplatz des jetzigen Rathauses entstehen soll. „Wir werden so wirtschaftlich wie möglich bauen“, verspricht der Gemeindechef.

Der Geschäftsleiter im Rathaus, Stefan Schmid, der Vorsitzender des Kommunalunternehmens ist, zeigte, dass es zur Entwurfsplanung des Aichacher Ingenieurbüros Michael Grünwald keine großen Änderungen geben wird. Der Neubau erhält ein Walmdach, das sich so gut an die Form des bestehenden und nur wenige Meter entfernten bestehenden Rathauses und der Post-Wirtschaft anpasst. Gegenüber der ursprünglichen Entwurfsplanung sollen nun die Fenster auf der Nordseite gestreckter und schmäler werden.

Eine Laube verbindet den alten und neuen Baukörper. Diese Laube könne als Unterstand zum Aufenthalt bei größeren Veranstaltungen genutzt werden. Im neuen Rathaus wird es einen Aufzug geben, die stark von der Bevölkerung frequentierten Ämter wie das Einwohnermeldeamt, das Sozialamt und die Kasse sind laut Plan im Erdgeschoß vorgesehen. Im Obergeschoß ist Raum für den Geschäftsleiter, den Bürgermeister, das Bauamt und das Personal. Der Sitzungssaal im Obergeschoß ist für 20 Gemeinderäte ausgerichtet und dort ist auch das Trauungszimmer. Verschiebbare Wände lassen dort auch größere Veranstaltungen zu.

Die Kostenschätzung für die Baukonstruktion liegt bei 1,42 Millionen Euro, für die technischen Anlagen müsse mit Kosten von rund 485 000 Euro gerechnet werden. Mit weiteren 148 000 Euro werden die Kosten für die Außenanlagen beziffert und einschließlich Baunebenkosten komme man dann auf die rund 2,5 Millionen Gesamtkosten.

Ziel des Gemeinderats sei es, noch heuer bis zur Jahresmitte mit dem Neubau des Rathauses zu beginnen. Das Landratsamt sieht laut Bürgermeister die vorgelegte Planung als durchaus genehmigungsfähig an. Man sei bemüht, die einzelnen Gewerke möglichst schnell auszuschreiben.

Bedenken, dass sich das Genehmigungsverfahren durch das Landratsamt noch in die Länge ziehen könnte, äußerte dennoch Gemeinderat Simon Fottner (Parteiunabhängige). „Ich sehe aber nichts, was zu großen Verzögerungen führen könnte“, gibt sich Stefan Schmid optimistisch. Er begrüßt es auch, dass es 21 Parkplätze, also weit mehr als vorgeschrieben, geben wird und alle Nachbarn dem Bauantrag zugestimmt haben.

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