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Bäume pflanzen und damit ein Stückchen die Welt retten wollen die Grundschüler mit ihren 40 jungen Bäumen.

Sie wollen die Welt retten

"Plant-for-the-Planet-Akademie"

Vierkirchen - „Gute Schokolade“ verkaufen oder den Bürgermeister zum Radfahren überreden: Bei der „Plant-for-the-Planet-Akademie“ in Vierkirchen zeigten Kinder ihren Eltern, wie sie den Klimawandel stoppen und die „Welt retten“ wollen. Dafür pflanzten sie rund 40 Bäume.

„Wir wollen den Eltern manchmal den Autoschlüssel klauen.“ Das kündigten die „Botschafter für Klimagerechtigkeit“ an, 37 Schüler der dritten und vierten Klassen der Grundschule Vierkirchen – und anderer Schulen im Landkreis. Sie nahmen an der Plant-for-the-Planet-Akademie in Vierkirchen teil – und schlossen sie mit dieser Auszeichnung ab.

Plant-for-the-Planet ist eine weltweite Kinder- und Jugendinitiative, die Bäume als Symbol für Klimagerechtigkeit pflanzen will. Genau das hatten die Schüler auch auf dem Aktionstag in Vierkirchen vor, außerdem hielten sie in der Aula einen Vortrag über den Klimawandel und soziale Gerechtigkeit vor den Eltern. „Kinder sollen die Klima-Problematik an die Erwachsenen weiterleiten“, erklärte Nicole Unger vom Bund Naturschutz Vierkirchen. Die Umweltschützerin hat das Projekt in die Wege geleitet und organisiert: „Meine Tochter hat im letzten Jahr ebenfalls an einer Plant-for-the-Planet-Akademie teilgenommen. Da hatte ich die Idee, das Ganze hier in Vierkirchen zu veranstalten.“

Etwa ein Jahr Vorbereitung investierte die Vierkirchnerin in das Projekt: Sponsoren finden, Gemeinde und Landratsamt informieren und den Ablauf des Aktionstags planen. Die Aktion eigne sich gut, um zu vernetzen. „Nur wenn die Organisationen zusammenarbeiten, können wir was bewegen in der Welt“, meinte Nicole Unger. Am Ende seien die Kinder sehr motiviert dabei gewesen.

Vor allem das Bäumepflanzen beim sonnigen Wetter war ein „Highlight“. Die Pflanzfläche im Ortsteil Rettenbach hatte die Vierkirchnerin in Rücksprache mit dem Landratsamt ausgesucht. Unter der professionellen Anleitung einer Försterin gruben die Kinder Löcher mit bis zu einem halben Meter Durchmesser. Auch die Eltern packten bei den größeren Bäumen mit an, die Aktion „war wirkliches Teamwork“. Über 40 junge Bäume und mehrere Sträucher wachsen jetzt auf der Grünfläche.

Laut Vierkirchens kommisarischer Schulleiterin, Eva-Maria Schmid, sollen die Pflanzen nicht in Vergessenheit geraten: „Wir wollen dorthin Ausflüge machen und die Bäume weiterhin beobachten.“ Klimaschutz wird an der Schule großgeschrieben.

So geben in der Projektwoche Natur die neuen Botschafter für Klimagerechtigkeit ihr Wissen an die anderen Grundschüler weiter.

Beim Vortrag in der Aula funktionierte das bereits sehr gut: Die Schüler referierten über komplexe Themen wie Treibhauseffekt oder CO2-Fußabdruck – sie hatten darüber am Vormittag gelernt. Dafür gab es ein „Hut ab“ von der begeisterten Schulleiterin. Zudem präsentierten sie die Forderungen der Initiative Plant-for-the-Planet: „1000 Milliarden Bäume pflanzen“ und die fossilen Energieträger „in Ruhe lassen“. Vor Ort wollen die Grundschüler in den Pausen klimaneutrale Schokolade an ihre Mitschüler verkaufen und die Einnahmen an „die Armen“ spenden. Davor durften die Botschafter unter großem Jubel die „gute Schokolade“ selbst probieren.

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