Reden und frühstücken, das ist Tradition beim CSU-Neujahrsempfang, zu dem Eva Rehm (hinten) begrüßte. hab

Politik ist Zukunftsgestaltung

Kleinberghofen - „Vom Ich zum Wir“, gemeinsames Suchen, sich den Herausforderungen stellen, dafür plädierten die Erdweger Ortsvorsitzende Eva Rehm und Landrat Hansjörg Christmann beim Neujahrsempfang der CSU im Bürgerhaus Kleinberghofen.

Kirchturmpolitik führt nicht voran, will man als Gemeinde Chancen im Speckgürtel München haben. Im Gegenteil: Die Aufbruchstimmung und Begeisterung, wie zu den Anfängen der Gemeinde Erdweg vor 40 Jahren seien wieder gefragt, stellten Eva Rehm und später Landrat Hansjörg Christmann in seinem Hauptreferat „Chancen und Perspektiven für den Landkreis und seine Gemeinden in der Metropolregion München“ dar.

Christmann schlug dabei eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Bereits 1969 seien die Weichen gestellt worden für eine Neuorientierung des ländlichen Raumes. Ab 1977, dem Antrittsjahr des Landrats, und ganz besonders in den 90er Jahren habe sich Bayern vom Agrar- zum Industriestaat und jetzt zum Technologiestaat gewandelt. Parallel dazu hätten sich die Gemeinden im Landkreis positiv und schlüssig entwickelt - von Agrargemeinden zu wirtschaftlich guten Gemeinden, die in der Region München Bestand haben.

Christmann mahnte in diesem Zusammenhang jedoch das fehlende Gewerbegebiet Erdwegs an. Der wirtschaftliche Ausbau im Landkreis sei vorangekommen. „Wenn sich in Erdweg allerdings nichts mit Gewerbe tut, kommt man hier allmählich in die Nehmer-Position.“

Man brauche „maßvolles Wachstum“ und mit dem Ausbau der Linie A und damit verbundenem Zuzug den Gedanken, wie man Flächennutzungspläne steuert. Eventuell werde verdichteter Wohnungsbau nötig. Es sei aber Aufgabe der Mandatsträger, dies in qualitatives Wachstum umzumünzen.

Ein Schwerpunkt sei schon gesetzt mit guter Bildungs- und Jugendpolitik. Immerhin rangiere der Landkreis laut Bertelsmann-Studie damit an vierter Stelle in Deutschland. Auch das Krankenhaus-Wesen stehe perfekt da mit einem Klinikum auf oberstem Niveau in Dachau und einem Geriatriezentrum in Indersdorf. „Und in beides wird weiter investiert“, so der Landrat.

Neue klare Strukturen würden aber nicht durch Schwarz-Weiß-Denken erzielt. Das Umdenken auch in Sachen Kinderbetreuung, Schulpolitik, energetischer Versorgung sei den Erfordernissen der Zeit zu schulden.

„Politik ist Zukunftsgestaltung und Nachhaltigkeit“, so Christmann. Doch müsse man den Bürger ins Boot holen und Akzeptanz schaffen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Feuerwehr sichert für Kinder Martinsumzug - Autofahrer beschimpfen sie wüst
300 Menschen treffen sich zu einem Martinsumzug mit Gesang und Laternen. Die Feuerwehr sperrt eine Straße zum Schutz der Kinder - und wird von Autofahrern übel …
Feuerwehr sichert für Kinder Martinsumzug - Autofahrer beschimpfen sie wüst
Unfallverursacher flüchtet
Die Polizei sucht nach dem Fahrer eines hellen Pkw, der am Dienstag bei Schönbrunn einen Unfall verursachte und flüchtete.
Unfallverursacher flüchtet
Gas-Alarm: Anwohner werden evakuiert
Ausströmendes Gas hat am Mittwochvormittag zu einem größeren Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst gesorgt, die Anwohner mussten zunächst ihre Wohnungen verlassen. …
Gas-Alarm: Anwohner werden evakuiert
Dramatischer Einsatz mit „Happy End in Altomünster“!
Aufgrund eines technischen Fehlers kam es am Mittwochvormittag zu einem Unglück auf einem Altomünsterer Supermarkt-Parkplatz. Doch die Feuerwehr konnte helfen!
Dramatischer Einsatz mit „Happy End in Altomünster“!

Kommentare