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Im Gespräch: Die Polizeiazubis Alexander Hilz, Sandro Illy und Michael Gerg erklären Wolfgang Hablitzel, wie er sein Eigentum am besten schützt.

Aktion der Dachauer Polizei vor Ort zum Einbruchschutz

Polizei-Azubis beraten Bürger

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Hebertshausen – Die jungen Polizeianwärter Michael Gerg (24), Alexander Hilz (25) und Sandro Illy (23) streifen durch die Anliegerstraßen in der Nähe des Hebertshausner Bahnhofs. Ihr Auftrag: die Anwohner darüber aufklären, wie sie sich am besten vor Einbrechern schützen können.

Update vom 22. März 2017: Bei der KfW-Förderung von Einbruchschutz gelten neue Regeln. Wer sein Haus sicherer machen möchte, profitiert schon bei kleineren Umbaumaßnahmen. Wir haben zusammengefasst, was Sie zur neuen KfW-Förderung für Einbruchschutz wissen müssen.

„Einbrecher suchen sich vor allem Gebiete aus, wo sie schnell hinkommen“, erklärt Polizeihauptkommissar Michael Richter. Vor allem die Nähe zur S-Bahn, Autobahnen oder Schnellstraßen sei ideal. Die Polizei klärt in ihrer jährlichen Aktion die Bürger über den Schutz vor Einbruch auf.

Einen direkten Brennpunkt im Landkreise gebe es zwar nicht, aber bei der Zahl der Einbrüche ist seit 2012 ein stetiger Anstieg zu verzeichnen, so Richter: Der Höhepunkt war 2014 mit 115 Einbruchsfällen, im letzten Jahr ging die Zahl auf 76 zurück. Dabei liegt die Aufklärungsquote der Polizei in Dachau bei Einbrüchen nur bei acht Prozent. 

Deswegen setzt die Polizei auf Prävention und will die Bewohner aufklären: Die jungen Polizeianwärter in Uniform klingeln an Haustüren und stoßen bei der Hebertshauserin Katharina Mottka auf ein offenes Ohr. „Ich fürchte mich wirklich vor Einbrechern“, erzählt sie. Denn nachts hat ein vermutlicher Einbrecher schon einmal bei ihr geklingelt. Der Mann bat die Rentnerin darum, dass er hereinkommen und dort telefonieren könnte. Die Hebertshauserin wehrte aber ab. „Das war die richtige Entscheidung“, erklärt der Polizeiazubi Michael Gerg: „Denn oft sind Einbrecher zu zweit, einer steht zum Beispiel Schmiere und wartet auf den richtigen Moment, um einzubrechen.“ Außerdem gibt Gerg der Rentnerin den Tipp, ihr Haus einmal von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle begutachten zu lassen, um es vor Dieben besser zu schützen. Zum Beispiel durch Schutzbeschläge, Einsteckschlösser, einbruchhemmende Türen, Fenster oder Rollläden und Alarmanlagen. 

Wolfgang Hablitzel hat mit einer Alarmanlage bereits vorgesorgt, ist sich aber nicht ganz sicher, ob er sich darauf verlassen kann. Michael Gerg weist darauf hin, dass im vergangenen Jahr 45 der ingesamt 76 Fälle Tageseinbrüche waren: Das heißt, die Diebe nutzen die Gelegenheit zwischen acht und 18 Uhr, wenn die Bewohner gerade beim Einkaufen, in der Arbeit oder Schule sind. Deshalb sollten Nachbarn aufeinander schauen und wachsam sein, wenn zum Beispiel ein Kastenwagen mit dunklen Scheiben in der Nachbarschaft steht. 

Denn es sei wichtig, dass die Beobachter eines Einbruchs sofort die Polizei rufen, so Hauptkommissar Michael Richter: „Wenn jemand einen Einbrecher einsteigen sieht, dann sollte er nicht selbst beim Einbrecher nachfragen, was er gerade macht.“ Denn die Aufklärungsquote sei gerade deshalb so niedrig, weil der Einbrecher bereits weg ist, wenn die Polizei eintrifft . Deshalb müssen sowohl die Hauseigentümer selbst, aber auch ihre Nachbarn wachsam sein.

Polizei vor Ort: Am Montag, 23. Mai, werden die Polizeianwärter in Petershausen und Vierkirchen unterwegs sein, am Dienstag, 25. Mai auch in Karlsfeld.

Anna Schwarz

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