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Überraschungen gewohnt sind die Kunstliebhaber im Atelier von Walter Gaudnek (von links): Landrat Hansjörg Christmann, Bürgermeister Konrad Wagner, Walter Gaudnek und Dr. Richard Freitag. Foto: Gisela Huber

Pop-Art zwischen Hexen und Heiligen

Altomünster - „Wenn der Walter Gaudnek ruft, dann sind sie da“, sagte Bürgermeister Konrad Wagner bei der Vernissage. Er meinte die Honoratoren, die Liebhaber der modernen Kunst, die Freunde und Wegbegleiter, die immer wieder gerne ins Atelier des Künstlers kommen.

ür zwei Monate hat Walter Gaudnek, der an der Universität in Orlando/Florida einen Lehrstuhl bekleidet, seinen Wohnsitz wieder nach Altomünster verlegt. „Er hat den weitesten Arbeitsweg der Welt“, bemerkte Bürgermeister Wagner, der hocherfreut war, dass der international anerkannte Pop-Art-Maler wieder für eine Weile in heimatlichen Gefilden ist.

Dass er dabei immer wieder für eine Überraschung gut ist, das wissen alle, die ihn kennen. Und so waren auch zu dieser Vernissage viele Besucher gekommen. Der Direktor des Gaudnek-Europa Museum (GEM), Siegfried Sureck erinnerte bei seiner Begrüßung an die neue Gaudnek-Initiative: „ Ein Gaudnek in jedes Haus“ (von Altomünster), mit der er vielleicht sogar ins Guiness-Buch der Rekorde kommen könnte. Dass sein Lebenswerk bereits vor zwei Jahren von der Marktgemeinde mit der Überreichung der Bürgermedaille gewürdigt wurde, das spreche für die Wertschätzung des Künstlers Gaudnek.

Nicht versäumen, an der Vernissage teilnzunehmen, wollte auch Landrat Hansjörg Christmann - trotz seiner angeschlagenen Gesundheit. Er wünschte seinem Freund, dass er noch viele Besuche hier machen kann und auch weiterhin mit seiner Schaffenskraft und seinen Ideen für Überraschungen sorgt.

Diesmal waren es „Hexen und Heilige“. So der Titel der Ausstellung. Wer Gaudnek kennt, wunderte sich nicht, dass er in seinem großen Hexenbild die Konturen von Angela Merkel wiederfand. „Eine Hexe ist für mich ein Machtsymbol“ erklärte Gaudnek geradeheraus, gab aber zu, dass natürlich die Spannweite für Hexen oder Heilige sehr groß ist. Diesmal standen freilich die Hexen im Vordergrund - auch die gute Hexe, etwa als Kräuterhexe.

Was es genau mit den Hexen auf sich hat, das erläuterte Dr. Richard Freitag aus Freising in seiner kurzen Ansprache deutlich. Die „oide oder greisliche Hex“ sei im Volkmund fest verankert. Man kenne die Hexe aus der Walpurgisnacht, von Hänsel und Gretel, von Macbeth, Bibi Blocksberg, von der bezaubernden Jenny oder der Hexe bei Harry Potter.

Von der Hexe als Verbündete des Satans sei im 14. Jahrhundert erstmals die Rede gewesen. 1486 schrieb ein Mönch aus Speyer den „Hexenhammer“, die wohl schlimmste Schrift mit der Anleitung, wie man Frauen quälen kann. Hexenverbrennungen und Verfolgungen waren damals an der Tagesordnung. Um 1500 sei in Köln fast täglich eine Hexe hingerichtet worden. Die letzte Verbrennung fand 1826 in Spanien statt. „In England hat es die Hexe sogar bis ins Wappen geschafft“, erklärte Dr. Freitag, der auch den Raben als germanisches Mythossymbol oder den Hexenbesen erwähnte, der auf das alte Wort „Hakzussa“ - also in der Hecke oder auf dem Zaun sitzen - zurückzuführen ist.

Bei soviel Neuigkeiten über Hexereien sagte Gaudnek: „Jetzt möchte ich gern zum Pinsel greifen und noch ein Bild malen“. Frau und Gäste aber hatten Vorrang. (gh)

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